Susanne Wienzek, Inhaberin der Westerwinkel Apotheke nimmt die ersten „Viruskiller“ von Joachim Raguse, Geschäftsführer der Firma KL Medical, entgegen. Die Masken mit dem fast 100-prozentigen Schutz gibt es zuerst in Herbern zu kaufen. © Claudia Hurek
Wirtschaft in Werne

Virentötender Mundschutz: Neuartige Masken gibt‘s zuerst in Herbern

Bislang hat die Firma KL Medical etwa 10.000 der sogenannten „Viruskiller“ hergestellt. Die Herberner sind die Ersten, die die Maske mit dem fast 100-prozentigen Virenschutz kaufen können.

Der dreilagige Einweg-Mundschutz unterscheidet sich im Aussehen kaum von dem herkömmlichen blau-weißen Mundschutz. Dank einer antiviralen Beschichtung vernichtet diese spezielle Maske rund 99 Prozent aller Viren und Bakterien. Den sogenannten „Viruskiller“ können nun Menschen aus Herbern als erstes kaufen.

Joachim Raguse, Geschäftsführer der Firma KL Medical, lieferte einen großen Karton an die Westerwinkel Apotheke; und nicht nur das. Wer den neuartigen Mundschutz – fünf Stück kosten 6,95 Euro – kauft, erhält zusätzlich und kostenfrei fünf herkömmliche Mundschutze dazu, die die Firma KL spendet.

Mundschutz verliert nach gewisser Zeit seine Wirkung

Der antivirale Mundschutz verliert allerdings nach Durchfeuchtung seine Wirkung und sollte entsorgt werden. „Man sagt, dass der Mundschutz nach 90 bis 120 Minuten durchfeuchtet ist“, erklärt Raguse. Eine Silber-Zinkoxid-Beschichtung des äußeren Vliesstoffes sorgt für die antibakterielle Wirkung des Mundschutzes. Die Wirksamkeit wurde durch das Institut Hohenstein überprüft und bestätigt.

Vor allen Dingen erhalten die Kunden mit diesem Mundschutz einen Artikel der komplett in Deutschland gefertigt worden ist. Bereits zum Beginn der Corona-Krise hat das Herberner Unternehmen mit der Firma TEG Textile Expert Germany aus Sachsen und der Firma Medika aus Hof eine Firmengruppe gegründet, die gemeinsam für die Herstellung und den Vertrieb verantwortlich zeichnet.

Riesiger Andrang bei Westerwinkel Apotheke in Herbern

Inzwischen hat Susanne Wienzek, Inhaberin der Westerwinkel Apotheke, rund 5.000 FFP2-Masken an ihre Kundschaft herausgegeben. „Jetzt ist Schluss“, sagt sie. „Der Bund beschließt einfach etwas und wir Apotheker müssen innerhalb von vier Werktagen fast Unmögliches stemmen.“ Von den bislang seit Dienstag ausgegebenen FFP2-Masken an Bürger über 60 Jahren oder Risikopatienten, erhält sie lediglich für knapp 3.300 eine Erstattung vom Bund. „Den Rest muss ich selbst finanzieren. Damit ist jetzt Schluss.“ Ab Januar erhält jeder Berechtigte personalisierte Gutscheine von seiner Krankenkasse und kann sich bis zum April damit zweimal je sechs weitere Masken abholen. Das erleichtert die Arbeit für die Apotheke immens und verhindert sogenanntes „Maskenhopping“.

„Ich habe erst heute noch einen älteren Herrn aus Bockum-Hövel weggeschickt, der hier überhaupt kein Kunde ist, aber die Masken haben wollte. Das geht doch so nicht. Er verabschiedete sich mit den Worten. ‚Dann kriegen sie jetzt eben schlechte Publicity‘. Was ist bloß mit den Menschen los?“, erzählt Wienzek. Auch über Menschen, die ihre Medikamente bei einem Versandhandel aus den Niederlanden bestellen, aber die kostenlosen Masken hier vor Ort haben wollen, ärgert sie sich maßlos.

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Seit fast 30 Jahren ist Herbern nun unser Zuhause und seit gut vier Jahren darf ich über meinen zweiten Herzensort berichten. Ich habe einen großartigen Job als freie Mitarbeiterin, der den eigenen Horizont um ein Vielfaches erweitert.
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Claudia Hurek

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