Unfallstatistik 2019 für Ascheberg: Zwei Tote mit Zweirädern

dzVerkehrsunfälle

Die Polizei im Kreis Coesfeld verzeichnete im vergangenen Jahr knapp 6000 Verkehrsunfälle im Kreisgebiet. 114 davon passierten in Ascheberg. Das ist eine leichte Steigerung gegenüber 2018.

Herbern

, 26.02.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Denn im Jahre 2018 meldete die Polizei für das Gemeindegebiet Ascheberg 112 meldepflichtige Verkehrsunfälle. Bei den 114 Karambolagen im Jahre 2019 waren zwei besonders schwer: Es starben zwei Menschen. Elf Unfall-Beteiligte erlitten schwere Verletzungen, 27 mal registrierte die Polizei Leichtverletzte. Mit den beiden Todesfällen summiert sich das in der Unfallstatistik auf 40 Personenschäden in der Gemeinde.

Die Kreispolizeibehörde registrierte im Gemeindegebiet Ascheberg 70 Fahrerfluchten, bezogen auf die meldepflichtigen Unfälle (die Gesamt-Unfallzahl liegt im Kreisgebiet etwa dreimal höher). Zudem entstand dabei sechs Mal schwerer Sachschaden. Kinder unter 15 Jahren waren zweimal in Unfälle verwickelt, Senioren über 65 Jahre 24 Mal.

20 Unfälle in Ascheberg mit Beteiligung von Fahrrad-Fahrern

An der Hälfte der 40 Unfälle waren Fahrräder beteiligt. 20 Mal kam es zu Unfällen mit Pedelec, Rad oder E-Bike. Eine Person wurde dabei getötet, sechs Menschen wurden schwer, neun leicht verletzt. Außerdem erlitten vier Fußgänger im Straßenverkehr Verletzungen: Einer wurde schwer, die anderen drei leicht verletzt.

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Motorisierte Zweiräder waren fünfmal in Unfälle verwickelt. Ein Fahrer wurde dabei getötet, zwei weitere wurden schwer, einer leicht verletzt. Im gesamten Kreisgebiet Coesfeld verloren vier Autofahrer, drei Motorradfahrer, drei Radfahrer, zwei Pedelec-Fahrer und eine Fußgängerin ihr Leben.

Vorfahrts- und Wende-Fehler führen zu Personenschäden

Bei allen Unfällen mit Personenschaden waren in 143 Fällen Vorfahrtsfehler und 110 Mal Wende- und Abbiegemannöver die Spitzenreiter. Die Geschwindigkeit als Hauptunfallursache lag bei 66 Fällen vor und damit auf Rang drei. „Aber die Geschwindigkeit spielt immer eine Rolle bei den Folgen eines Unfalls“, erklärte Leonie Probst, Direktionsleiterin Verkehr bei der Kreispolizeibehörde Coesfeld. „10km/h mehr oder weniger entscheiden über Leben und Tod.“

Die Polizei Coesfeld setzt mehr Personal für Geschwindigkeitskontrollen ein. „Wir können die Gebühren nicht anheben“, erklärt Kriminaldirektor Thomas Eder, kommissarischer Abteilungsleiter Polizei. „Aber wir können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, erwischt zu werden. Das preisen Fahrer mit ein und handeln entsprechend.“

Zahl der verunglückten Motorradfahrer im Kreisgebiet gesunken

Ob sich die verstärkten Kontrollen beispielsweise von Motorradfahrern bereits als Erfolg bemerkbar machen, ist noch unklar. Fakt ist: Die Zahl der verunglückten Motorradfahrer sank von 76 im Jahr 2018 auf 65 im vergangenen Jahr. „Da können wir uns aber nicht zurücklehnen“, sagte Leonie Probst. „Wir sind ein beliebtes Kradland.“

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