Toilettenpapier in Ascheberg: Einige Märkte führen Verkaufsbeschränkungen ein

dzEinkaufsverhalten

Mit steigenden Corona-Infektionszahlen scheinen die Deutschen ihre Liebe zum Klopapier wiederzuentdecken. Einige Märkte in Ascheberg reagieren mit Verkaufsbeschränkungen.

Herbern, Ascheberg

, 24.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Anfang der Corona-Pandemie im März waren Waren wie Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Nudeln in vielen deutschen Märkten Mangelware. Es kam vermehrt zu Hamsterkäufen. Im Sommer sind die Infektionszahlen bundesweit gefallen. Seit dem September aber steigen die Neuinfektionen wieder. Kommen damit in Ascheberg auch die Hamsterkäufe wieder zurück?

„Von offizieller Unternehmensseite kam noch nichts“, sagt der Marktleiter des K+K in der Sandstraße, Marc Eckstein: „Dem habe ich vorgegriffen. Es gibt generell bei uns nur noch zwei Packungen pro Kunde“. Es habe Kunden gegeben, die fünf oder sechs Pakete auf einmal kaufen wollen. „Lieferengpässe gibt es bei uns nicht“, erklärt der Marktleiter auf Nachfrage.

Entspannte Lage bei Rewe - Aldi appelliert an Kunden

Ähnlich sieht es im Edeka Peschke in der Südstraße aus. „Bei uns kriegt jeder Kunde nur noch zwei Packungen Toilettenpapier“, sagt Mitarbeiterin Romina Kandis. Kunden mit für Hamsterkäufe typischen Mengen seien noch nicht vorgekommen. Im Rewe Frenster in der Bultenstraße sei die Lage entspannt. „Wir haben keine Verkaufsbeschränkungen. Die Nachfrage nach Toilettenpapier ist ein bisschen höher, die Lage ist aber nicht dramatisch“, erklärt Inhaber Heinz-Jürgen Frenster auf Nachfrage.

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Aldi Nord schreibt in einer Pressemitteilung: „Vereinzelt können wir eine erhöhte Nachfrage im Bereich Papierwaren verzeichnen. Diese kann von unseren Filialen im Rahmen des täglichen Bestellprozesses berücksichtigt werden“. Weiterhin bittet Aldi seine Kunden darum, bedarfsgerecht einzukaufen. „Für Hamsterkäufe gebe es nach wie vor keinerlei Anlass“, heißt es in der Mitteilung. Aldi beobachte die aktuelle Nachfragenentwicklung basierend auf den Erfahrungen der letzten Monate sehr genau. Das Unternehmen stehe im engen Austausch mit Lieferanten und Logistikpartnern, um auf Nachfragen schnell eingehen zu können.

Verband sieht keinen Grund zur Sorge

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) bewertet die Lage zur Zeit so: „Die Nachfrage in den Lebensmittelgeschäften geht aktuell nicht über die Bevorratung des normalen Bedarfs hinaus. Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund, zusätzliche Vorräte anzulegen. Die Warenversorgung ist stabil. Die Lieferketten arbeiten problemlos. Es sind ausreichend Lagerbestände vorhanden.“

Niemand müsse leere Regale befürchten. Eine wichtige Grundregel sollten alle beim Lebensmitteleinkauf aber weiterhin beherzigen: „Wenn jeder nur das kauft, was er braucht, ist auch genug für alle da“.

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