Mehrere Schnellteststellen im Kreis Coesfeld haben ihren Betrieb eingestellt, andere haben ihr Angebot reduziert. © JC Gellidon/Unsplash
Schnelltests und Corona

Teststellen im Kreis Coesfeld reduzieren ihre Öffnungszeiten – ist das erlaubt?

Mehrere Schnelltestzentren im Kreis Coesfeld sind geschlossen worden, weitere haben ihr Angebot reduziert. Doch ist das überhaupt erlaubt, um von Land und Bund bezahlte Tests anzubieten?

Im Kreis Coesfeld haben einige Teststellen ihre Angebote eingeschränkt. Das hat der Kreis auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt. Derzeit sind noch 123 Teststellen als aktiv angezeigt. Davon sind 76 Teststellen öffentlich. 47 der 123 Teststellen sind Arztpraxen, welche Bürgertestungen lediglich für ihre Patientinnen und Patienten anbieten. 4 Teststellen sind als ruhend und 8 als geschlossen gemeldet. Allein aus der Gemeinde Ascheberg haben vier Teststellen eine Reduzierung der Wochenstunden gemeldet, so der Kreis. Eine der vier Teststellen befindet sich im Ortsteil Davensberg.

„Reduzierung der Angebotszeiten ist möglich“

Doch ist eine Reduzierung der angebotenen Öffnungszeiten überhaupt erlaubt, um von Land und Bund gezahlte Tests anzubieten und ein ausreichendes Angebot für die Bevölkerung zu gewährleisten? In einer vorangegangenen Coronaschutzverordnung hatte das Land NRW ein Minimum von 20 Stunden inklusive Abend- und Wochenendstunden für den Betrieb vorausgesetzt. „Geänderte Abrechnungsmodalitäten in Verbindung mit zurückgehender Nachfrage führen bei den Teststellen zur Überprüfung der Wirtschaftlichkeit und gegebenenfalls zur Anpassung ihrer Angebote“, so ein Kreissprecher.

„Einige Teststellen müssen ihre Angebotszeiten einschränken oder die Teststelle vorübergehend ruhend stellen. Die aktualisierte Fassung der Coronateststrukturverordnung erlaubt neben einem vorübergehenden Aussetzen der Testangebote auch Einschränkungen der Mindestanforderungen an Teststellen […]. Damit ist auch eine Reduzierung der Angebotszeiten möglich.“

Testzentren sollen für den Notfall bereit gehalten werden

Die auf diese Weise entstehende Flexibilität biete große Vorteile für den Fall, dass wieder eine höhere Testkapazität erforderlich würde. „Lediglich vorübergehend eingeschränkte oder ausgesetzte Testangebote können schneller wieder reaktiviert werden“, so der Kreissprecher weiter. Das Einstellen der Tätigkeit, ein vorübergehendes Aussetzen oder Einschränkungen gegenüber den Anforderungen müssten allerdings umgehend dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden. Wenn ein Schnelltestzentrum wieder aufmacht, muss das dem Kreis gemeldet werden. Eine erneute Antragstellung und Beauftragung ist dann allerdings nicht nötig, so der Kreis. In Ascheberg, Davensberg und Herbern sind derzeit 7 Teststellen aus dem öffentlichen Teststellenverzeichnis aktiv. Eine Teststelle in Ascheberg wurde uns als geschlossen gemeldet. Die Teststelle in Davensberg hatte zuletzt ihre Öffnungszeiten reduziert, ein Testzentrum in Ascheberg hat ihre zeitgleich weiter aufgestockt.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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