Unbekannte haben die Scheiben an der der TuS-Anlage in Ascheberg eingeschlagen. Es ist nicht der erste Fall von Vandalismus an der Anlage. © picture alliance/dpa
Einbruch in Ascheberg

Täter schlagen Scheiben an TuS-Ascheberg-Anlage an Herberner Straße ein

Wieder einmal haben sich unbekannte Täter an der TuS-Anlage an der Herberner Straße in Ascheberg zu Schaffen gemacht. Rainer Zahlten, Erster Vorsitzender des TuS, sucht nun händeringend nach Zeugen.

Unbekannte Täter haben Scheiben an zwei Türen der TuS-Turnhalle an der Herberner Straße eingeschlagen. Den Angaben der Polizei in Coesfeld zufolge muss sich der Vorfall zwischen Sonntag (24. Januar) um 15 Uhr bis Montag (25- Januar) um 11 Uhr ereignet haben. Weil noch jede Spur von den Tätern fehlt, bittet Rainer Zahlten, Erster Vorsitzender des TuS, Zeugen, sich an die Polizei zu wenden.

„Wenn man sowas sonntagsnachmittags macht, dann muss es ja irgendjemanden geben, der das gehört hat“, sagt Zahlten am Mittwochmorgen am Telefon. Schließlich wohnten ja Menschen in dem Bereich.

Eine Putzkraft der Anlage hatte die zerbrochenen Scheiben an den Türen am Montagmorgen bemerkt. Nach Rücksprache mit der Polizei liege die Vermutung nahe, dass jemand die Scheiben aus Sicherheitsglas mit einem Hammer eingeschlagen habe, so der Erste Vorsitzende. „Das ist purer Vandalismus und Langeweile. Wir haben in der Ecke ständig Theater.“

Es ist nicht der erste Fall von Vandalismus an der Anlage

Erst im Dezember sei es das letzte Mal zu einer derartigen Form des Vandalismus gekommen. „Die Eingänge werden zugesprüht mit Graffiti. Teilweise hatten wir da auch Hakenkreuze, sodass wir den Staatsschutz eingeschaltet haben“, sagt Zahlten. Bei diesem Mal besonders ärgerlich: Die Scheiben der Türen waren erst vor Weihnachten mit einbruchhemmendem Glas versehen worden, weil zuvor sämtliche Türen der Halle samt der Türen zu den Umkleideräumen eingeschlagen worden waren. In einem anderen, vergangenen Fall hatten Täter draußen sogar einen Mülleimer abmontiert und durch die Scheibe in den Clubraum geworfen. Deshalb hätten auch die Frauen der Turnabteilung mittlerweile Angst, zu der Sportanlage zu kommen.

Rainer Zahlten, Erster Vorsitzender des TUS Ascheberg, bittet die Ascheberger um Zeugenhinweise an die Polizei.
Rainer Zahlten, Erster Vorsitzender des TUS Ascheberg, bittet die Ascheberger um Zeugenhinweise an die Polizei. © (A) Tina Nitsche © (A) Tina Nitsche

Seit 2 bis 3 Jahren spielten sich derartige Szenarien ab. Und auch Wodka- und andere Alkoholflaschen lägen oft dort herum. Auch der beauftragte Sicherheitsdienst habe die Vandalen bisher noch nicht stellen können. Zahltens Vermutung: „Die Jugendlichen haben Langeweile. Die lassen sich auch an der Anlage am Dieningholt aus. Das Thema sei auch bereits Ende 2019 bei einem Arbeitskreis mit Straßensozialarbeitern und dem Jugendbereich der Gemeinde besprochen worden. Aber noch immer hielten sich Jugendliche an der Anlage auf. „Denen fehlt einfach eine Bleibe“, so Zahlten.

Neben den sowieso schon regelmäßigen Kontrollen überlegt der Verein nun, eine Videoüberwachung an der TuS-Sportanlage zu installieren. Und hat noch stärkeres Sicherheitsglas in die Türen verbaut. Kostenfaktor: 1300 Euro. Denn irgendwann zahle auch der Versicherer nicht mehr, wenn der Verein keine weiteren Maßnahmen ergreife, so Zahlten.

Immerhin sei an der Anlage an der Nordkirchener Straße mittlerweile Ruhe, nachdem dort 2019 am helllichten Tag Täter eingebrochen waren, so Zahlten. „Mit Brecheisen, da war auch der Hausmeister irritiert.“ Seitdem dort Gitter angebracht wurden, sei es zu keinem Einbruch mehr gekommen. Aber: „Das ist nicht die Einrichtung eines Sportvereins“, so Zahlten über die Sicherheitsaufrüstung.

Mit der Zeugensuche wolle der Verein nun auch das Bewusstsein der Ascheberger schärfen. Schließlich falle so ein Einbruch doch auf, so der Erste TuS-Vorsitzende. Hinweise nimmt die Polizei in Lüdinghausen unter Tel. (02591) 7930 entgegen.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
Zur Autorenseite
Eva-Maria Spiller

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.