Südstraße in Herbern: So laufen die Arbeiten am ehemaligen Modehaus Menninghaus

dzUmbau Menninghaus

Die ersten Schritte auf dem Weg zu neuen barrierefreien Wohnungen an der Südstraße sind gemacht. Nun hat Unternehmer Joachim Raguse weitere Details zu dem Angebot für Pflegebedürftige genannt.

Herbern

, 12.12.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Umbauarbeiten am ehemaligen Modehaus Menninghaus an der Südstraße 15 schreiten weiter voran. Dort, wo bis vor drei Monaten noch das Sozialkaufhaus untergebracht war, will der Herberner Unternehmer Joachim Raguse bekanntlich Wohnungen für Pflegebedürftige errichten. Raguse hatte die Immobilie im März 2019 bei einer Zwangsversteigerung erworben.

Vor gut drei Wochen habe man mit der Entkernung des Gebäudes angefangen, wie Raguse auf Anfrage unserer Redaktion erklärte: „Und damit sind wir soweit fertig. Im Prinzip können jetzt die Abrissbagger kommen.“ Das solle möglichst zeitnah geschehen.

Weitere Details zur Planung bekannt

Im Zuge der Entkernung habe man dafür gesorgt, dass die Zahnarztpraxis im ersten Obergeschoss inzwischen „autark“ sei. Heißt: Es wurden separate Anschlüsse und Leitungen gelegt. Die Praxis soll schließlich auch nach dem Umbau weiter betrieben werden - und laut Raguse auch von der weiteren Umgestaltung profitieren. Die umfasst unter anderem eine neue Fassade, neue Fenster und auch einen Fahrstuhl.

Auf mehr als 1000 Quadratmetern Wohnfläche sollen zudem zwei Wohngruppen für Pflegebedürftige entstehen - und Platz für insgesamt 12 Personen bieten. Betreut werden die Bewohner vom Werner Pflegedienst Jakubke, für den auch ein Büroraum eingerichtet wird. Der Hintergrund: Zusätzlich zu den beiden Wohngruppen sind fünf separate barrierefreie Wohnungen geplant - drei im Dachgeschoss und zwei im Souterrain.

Südstraße in Herbern: So laufen die Arbeiten am ehemaligen Modehaus Menninghaus

So sieht es gerade im ehemaligen Modehaus Menninghaus an der Südstraße aus. Das Gebäude ist bereits entkernt. Bald sollen die Abrissbagger anrollen. © Claudia Hurek

Zusätzliche Servicewohnungen

Diese „Servicewohnungen“ werden voraussichtlich 65 bis 85 Quadratmeter groß sein. Und ihre Bezeichnung tragen sich nicht von ungefähr. Für ihre zukünftigen Bewohner sollen nämlich bestimmte Serviceleistungen des ansässigen Pflegediensts buchbar sein. Fürs Mittagessen, Ankleiden und Pflege könnten Interessenten dieses Angebot beispielsweise in Anspruch nehmen. „Wir wollen die komplette Palette bieten. Es ist aber nur eine Option für die Bewohner - kein Muss“, versichert Raguse.

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Wie teuer das Angebot inklusive Mieten dann letztlich ausfällt, könne er derzeit noch nicht sagen. Auch im Hinblick auf die Investitionskosten hält sich der Herberner Unternehmer noch bedeckt. Da gebe es noch zu viele Unwägbarkeiten - etwa mögliche zeitliche Verzögerungen beim Bau -, durch die die Kosten steigen könnten. Mit der Fertigstellung ist laut Raguse voraussichtlich „Ende 2020, Anfang 2021“ zu rechnen.

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