Südstraße in Herbern: „Ein Bau bringt immer Überraschungen mit sich“

dzBaustelle an der Südstraße

Das Modehaus Menninghaus ist mittlerweile Geschichte. Dafür sind die Bauarbeiten an den barrierefreien Wohnungen in der Südstraße im vollen Gange - die Fertigstellung verzögert sich jedoch.

von Charlotte Schuster

Herbern

, 04.10.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Umbauarbeiten am ehemaligen Modehaus Menninghaus an der Südstraße 15 schreiten weiter voran. Der Rohbau der barrierefreien Wohnungen ist so gut wie fertiggestellt. Die Handwerker haben am Dienstag, 29. September, mit der Klinkerarbeit begonnen. In drei Wochen folge zwar bereits das Dach, jedoch werde der im Anschluss folgende Innenausbau etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, so Bauherr und Unternehmer Joachim Raguse.

Die Wohnungen sind erst im Frühjahr 2021 bezugsbereit

Joachim Raguse musste den Termin für die Fertigstellung der Wohnungen erneut nach hinten verschieben. Ende Januar kündigte er bereits an, dass die Wohnungen anders als es geplant gewesen sei, erst Anfang 2021 fertiggestellt werden können - mittlerweile ist von Mai 2021 die Rede.

Dies liege unter anderem daran, dass zwischenzeitlich Fundamente sowie Eisenträger zur Unterstützung der darüberliegenden Gebäude gefehlt haben. Zudem sei ein nicht definierbarer Abfluss aus einem Nachbarhaus entdeckt worden, welcher noch angeschlossen werden musste. Raguse reagiert ganz gelassen: „Ein Bau bringt immer Überraschungen mit sich“. Corona habe die Arbeiten bisher nicht negativ beeinträchtigt.

Jetzt lesen

„Die Dorfentwicklung ist mir persönlich wichtig und der Ort Herbern kann sowas gut gebrauchen“, nennt Raguse als Begründung für seine Kaufentscheidung. Zudem ist er zuversichtlich, da er schon gute Erfahrungen mit der Wohngemeinschaft „Hombrede“ gemacht habe.

Die Nachfrage nach den Wohnungen sei gewaltig

An der Südstraße, wo bis vor zwölf Monaten noch das ehemalige Sozialkaufhaus (davor Menninghaus) zu finden war, errichtet der Herberner Unternehmer Joachim Raguse momentan Wohnungen für Pflegebedürftige. Er hatte die Immobilie im März 2019 bei einer Zwangsversteigerung erworben.

Die Nachfrage nach den Wohnungen sei sehr groß. Sie seien alle innerhalb von drei Wochen vermietet gewesen. Die Warteliste sei so lang, dass der Unternehmer nochmal das selbe Gebäude bauen könnte. Dies lege unter anderem daran, dass man auch die Pflege dazu buchen könne, laut Raguse.

Zwei Wohngruppen für Pflegebedürftige

Auf mehr als 1000 Quadratmetern Wohnfläche sollen zwei Wohngruppen für Pflegebedürftige entstehen. Diese bieten Platz für insgesamt 12 Personen. Die Bewohner werden vom Werner Pflegedienst Jakubke betreut.

Zudem sind fünf separate barrierefreie Wohnungen geplant - drei im Dachgeschoss und zwei im Souterrain. An und für sich sind diese „Servicewohnungen“ ganz herkömmliche Wohnungen. Sie haben aber ein besonderes Extra: Die zukünftigen Bewohner können bestimmte Serviceleistungen des ansässigen Pflegediensts buchen. Diese Serviceleistung ist aber keine Pflicht für die Bewohner, sondern nur eine Option.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt