Straßenausbau im Gewerbegebiet: Raiffeisenstraße und Breil bekommen Streifen für Radfahrer

Gewerbegebiet Ascheberg

Die Raiffeisenstraße und die Straße Breil im Ascheberger Gewerbegebiet sollen ausgebaut werden. Nun einigten sich die Politiker auf eine Variante, die in Teilen einen Radstreifen beinhaltet.

Ascheberg

, 28.02.2020, 15:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf der Raiffeisenstraße im Ascheberger Gewerbegebiet sollen auf beiden Seiten jeweils ein Schutzstreifen für Radfahrer entstehen.

Auf der Raiffeisenstraße im Ascheberger Gewerbegebiet sollen auf beiden Seiten jeweils ein Schutzstreifen für Radfahrer entstehen. © Planungsbüro Gnegel

Die Raiffeisenstraße und die Straße Breil in Ascheberg sind stark sanierungsbedürftig. Deshalb sollen sie erneuert werden. Nun wurden die konkreten Ideen für den Vollausbau im jüngsten Bau-, Planungs- und Umweltausschuss am Donnerstag, 27. Februar, vorgestellt. Und die sehen auch einen Radweg vor.

Dabei diskutierten die Ausschussmitglieder drei verschiedene Varianten vom zuständigen Planungsbüro Gnegel. Dabei war laut Diplom-Ingenieur Hermann Himmelmann zu berücksichtigen, dass innerorts zwingend auf beiden Seiten der Straßen Gehwege anzuordnen sind. Darüber hinaus muss der Radverkehr auf der Fahrbahn geführt werden - auf einem Radstreifen mit mindestens 1,25 Meter Breite.

Radstreifen ja, Grünstreifen nein

Und genau diesen soll es künftig auf den beiden Straßen im Gewerbegebiet Ascheberg geben. „Dazu muss die Fahrbahn allerdings auf sieben Meter erweitert werden“, erklärt Himmelmann. Insgesamt ist die Fläche zehn Meter breit.

So ist neben der Fahrbahn inklusive der beiden Radstreifen (jeweils 1,25 Meter breit) Platz für Gehwege von 1,50 Meter Breite. Für einen Grünstreifen hingegen bleibt dann kein Platz mehr, wie der Diplom-Ingenieur erklärt.

Bauabschnitt 2: Auf dem Abschnitt Breil Nord soll ebenfalls ein Radstreifen installiert werden.

Bauabschnitt 2: Auf dem Abschnitt Breil Nord soll ebenfalls ein Radstreifen installiert werden. © Planungsbüro Gnegel

Pflanzbeete kommen auf den Abschnitt Breil

Stattdessen bekommt der dritte Bauabschnitt, Breil Süd, versetzte Pflanzbeete auf die Fahrbahn. Hier ist die Anpflanzung von Bäumen möglich, da auf der Straße Tempo 30 gilt und damit ein Schutzstreifen für Radfahrer nicht erlaubt ist. So können aber Pflanzbeete mit großen Bäumen mit einer Baumscheibe von 2,50 Metern entstehen. Diese sollen dazu dienen, den Verkehr auf der Straße zu verlangsamen.

Bauabschnitt 3: Auf dem Abschnitt Breil Süd werden Pflanzbeete installiert. Ein Schutzstreifen für Radfahrer ist auf diesem Teilstück nicht möglich, weil es eine Tempo-30-Zone ist.

Bauabschnitt 3: Auf dem Abschnitt Breil Süd werden Pflanzbeete installiert. Ein Schutzstreifen für Radfahrer ist auf diesem Teilstück nicht möglich, weil es eine Tempo-30-Zone ist. © Planungsbüro Gnegel

Bevor der Vollausbau der Straßen im Gewerbegebiet beginnt, soll es noch eine Anliegerversammlung für die ersten beiden Bauabschnitte geben. Gibt es keine Einwände, sollen diese Abschnitte noch 2020 ausgeschrieben werden. Nach Erschließung und Bebauung der Gebiete „Breilbusch“ und „Bahnhofsgärten“ soll der Bauabschnitt drei erfolgen.

Wepu übernimmt Flächen der Gemeinde

Schnell einigten sich die Ausschussmitglieder auf die von Himmelmann empfohlenen Baupläne einstimmig. Während Volker Müller-Middendorf (UWG) die Breite der Fußwege und der Schutzstreifen für Radfahrer kritisierte, wurde über den Verkehr zur angrenzenden Firma Wepu diskutiert.

Hier erklärte Christian Scheipers, Leiter des Tiefbauamtes, zunächst, dass die Firma eine Fläche der Gemeinde übernommen hat, um selbst und auf eigene Kosten zehn Stellplätze vor dem Firmengelände zu installieren. Darüber hinaus seien perspektivisch zwei zusätzliche Einfahrten (eine für Lkw, eine für Mitarbeiter) über die Straße Breil geplant.

Aktuelle Situation neben der Firma Wepu: Auf der Raiffeisenstraße sollen künftig auf beiden Seiten jeweils ein Schutzstreifen für Radfahrer mit einer Breite von 1,25 Metern entstehen.

Aktuelle Situation neben der Firma Wepu: Auf der Raiffeisenstraße sollen künftig auf beiden Seiten jeweils ein Schutzstreifen für Radfahrer mit einer Breite von 1,25 Metern entstehen. © Planungsbüro Gnegel

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