Die Lüdinghauser Straße in Ascheberg wird neu gemacht, samt Fuß- und Radwegen. © Lohaus - Carl -Köhlmos
Ortskern Ascheberg

Sperrung der Lüdinghauser Straße für Bauarbeiten startet in wenigen Tagen

Fast 2 Monate später als geplant wird nun die Baustelle an der Lüdinghauser Straße eingerichtet. Schon bald beginnen die Bauarbeiten in den einzelnen Bauabschnitten, die aufeinander folgen.

Die Bauarbeiten an der Lüdinghauser Straße von der Eschenbachstraße bis zur Sandstraße in Ascheberg werden ab dem 15. Februar starten. Das teilte der Fachgruppenleiter des Tiefbauamtes, Christian Scheipers, auf Nachfrage mit. „Nächste Woche Mittwoch bis Freitag [10. bis 12. Februar, Anm. d. Red.] finden die Gehölzarbeiten statt, das sind die üblichen Rückschnitte, damit wir da an der Straße arbeiten können.“ Im Zuge dessen kann es zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen kommen. Ausführendes Unternehmen ist die Firma Plogmaker.

Die Umleitungseinrichtung und verkehrsrechtliche Anordnung befindet sich derzeit noch in der finalen Abstimmung mit allen Beteiligten. Unter Vorbehalt erklärt Scheipers die Bauabschnitte samt Sperrungen ab dem 15. Februar wie folgt: Den Auftakt macht der Abschnitt von der Eschenbachstraße bis zur Adamsgasse. Hier wird voll gesperrt. Die Adamsgasse ist dann aus östlicher Richtung von der Sandstraße aus erreichbar. Zu der Straße Zu den Trups kommen Autofahrer aus nördlicher Richtung und von da aus weiter auch auf die Lüdinghauser Straße.

Vollsperrung ist wegen Einsatz von Großgeräten nötig

Im ersten Bauabschnitt müssen die Autofahrer also Umwege in Kauf nehmen. „Aber man kann von beiden Seiten bis zur Baustelle fahren“, so Scheipers. Die Vollsperrung sei nötig, weil die Gemeinde der Baufirma einen gesetzlich vorgeschrieben Arbeitsraum ermöglichen muss. Wegen des Einsatzes von Großgeräten wie einem Saugbagger zum Verfüllen der Wurzeln der Linden könne deshalb nicht einseitig gesperrt werden.

Ist der Bauabschnitt erledigt, wird dieser wieder geöffnet und der Abschnitt ab Adamsgasse bis zur zweiten Einmündung des Aldis in Richtung Sandstraße gesperrt. So sei der Aldi nach wie vor erreichbar, sagt Scheipers. Der dritte Bauabschnitt ist in zwei Teile unterteilt: 3a und 3b. Besonders in diesem dritten Abschnitt müsse die Sperrung noch feiner gegliedert werden, so Scheipers. Der Abschnitt 3a zieht sich von der zweiten Aldi-Einfahrt bis zur Straße Bügelkamp.

Der Abschnitt 3b zieht sich dann im Anschluss von der Straße Bügelkamp bis zur Sandstraße. „Es ist wichtig, dass wir die Feuerwehr beteiligen“, sagt der Tiefbau-Ingenieur. Denn die Feuerwehr, deren Gerätehaus an der Lüdinghauser Straße liege, fahre normalerweise über die Lüdinghauser Straße ins Dorf und müsse nun auch Umwege in Kauf nehmen. Deshalb bedürfe es einer umfangreichen Absprache. Am 12. Februar, so schätzt Scheipers, werde das Verkehrs- und Baustellenkonzept final abgestimmt sein.

Die Maßnahme soll bis Juli erledigt sein. Ziel sei es immer gewesen, die Arbeiten an der Lüdinghauser Straße im ersten Halbjahr 2021 erledigt zu haben. Im August und September sollen dann die Arbeiten am Eschenplatz beginnen, samt äußerer Erschließung für den Hit-Markt. „Wir bereiten das Bett für den Hit-Markt, dass die sich hochbaumäßig ausbreiten können“, sagt Scheipers.

Bauarbeiten starten später als ursprünglich geplant

Eigentlich sollte die Baustelle noch im vergangenen Dezember eingerichtet werden. Nun fangen die Maßnahmen knapp zwei Monate später an. Der Grund: „Einmal hatte das mit der Coronapandemie zu tun“, sagt Scheipers. Denn die Firma habe mehr Zeit benötigt, um benötigtes Material zu besorgen, das etwa für die 40 bis 60 Wurzelbrücken benötigt werde, um die Linden, die insgesamt sehr nah an der Lüdinghauser Straße stehen, zu schützen. Zum anderen habe man sich umentschieden, von Beton als Wurzelschutz zu Stahlplatten. Und noch einmal externes Fachwissen eingeholt, „um sicher zu sein, dass das die beste und nachhaltigste Variante ist“, so Scheipers,

„Vorher wollten wir Betonplatten als Wurzelbrücken, aber da hätten wir immer einen Materialwechsel von Asphalt zu Beton gehabt“, so Scheipers. Dadurch wäre es langfristig zu Dehnungsfugen im Radweg gekommen. Durch das Umschwenken zu Stahlplatten sei das nun ausgeschlossen. „Der Radfahrer hat dann eine homogene Fläche.“ Und durch den Materialschwenk werde die Maßnahme außerdem um 10.000 bis 15.000 Euro günstiger, so Scheipers.

Drei Linden müssen für den Ausbau der Lüdinghauser Straße gefällt werden, weil sie im Weg stehen. Eine auf der Verkehrsinsel auf Höhe der ehemaligen Feuerwache, eine anderer etwa im Bereich der künftigen Hit-Markt-Einfahrt. Im Bereich der geschützten Lindenallee werde man aber 6 bis 9 Linden nachpflanzen, so Scheipers. Die Baumaßnahmen werden von einem externen Baumpfleger begleitet.

Zur Ortskern-Umgestaltung in Ascheberg haben wir bereits eine Fülle von Artikeln veröffentlicht. Die Übersicht dazu finden Sie auf unserer Themeseite: www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/ortskern-ascheberg-tt51140.html

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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