Levin (7) war am Sonntag bei dem Dorftrödel auf der Suche nach neuen Spielzeugen. Es war der erste Dorftrödel dieser Art in der Gemeinde Ascheberg. © Thomas Peek
Dorftrödel

Sonnige Premiere des Dorftrödels in der Gemeinde Ascheberg: Ein Trödelmarkt in drei Orten

Mehr als 180 Stände privater Trödler verteilten sich am Sonntag über die drei Ortsteile der Gemeinde Ascheberg. Es war der erste Dorftrödel in der Gemeinde - aber wohl nicht der Letzte.

Mit bunten Luftballons, Schildern sowie mit Kreide gemalten Zeichnungen auf dem Boden markierten am Sonntag, dem 26. September, zahlreiche private Trödelhändler in Ascheberg, Herbern und Davensberg den Weg zu den Verkaufsständen vor ihren Haustüren. Mehr als 180 Stände privater Trödler verteilten sich quer durch die drei Ortsteile der Gemeinde Ascheberg.

Kreidemarkierungen auf dem Boden weisen den Weg.
Kreidemarkierungen auf dem Boden weisen den Weg. © Thomas Peek © Thomas Peek

Die Anmeldungen hierfür erfolgten bis Ende August per E-Mail. Knapp elf Kilometer Luftlinie lagen dabei zwischen dem nördlichsten Stand in Davensberg und dem südlichsten Stand in Herbern. Die Stände befanden sich nicht wie üblich auf großen Plätzen, sondern direkt vor den Haustüren der einzelnen Teilnehmer unter Berücksichtigung der Hygiene. Teilweise schlossen sich Nachbarn zu einem gemeinsamen Stand zusammen.

Sonniges Wetter zum Dorftrödel in der Gemeinde Ascheberg

„Wir haben großes Glück mit dem Wetter. Die Sonne scheint und die Leute sind freundlich. Wir haben auch schon einiges verkaufen können“, freut sich eine hinter ihren Trödeltischen stehende Anbieterin aus Herbern.

Levin (7) ist in Begleitung seiner Eltern auf seinem Kettcar mit Hänger durch die Straßen von Herbern gefahren, auf der Suche nach Ständen mit den richtigen Spielzeugen. Und da stand er dann, der mit Batterien betriebene Dinosaurier! Die Augen wurden schnell größer und schon bald hieß es von der Dame hinter dem Tapeziertisch: „Ach komm, für fünf Euro kannst du ihn mitnehmen.“ So wie Levin, waren an diesem Tag sicherlich auch viele andere kleine und große Trödler glücklich über die abgeschlossenen Geschäfte.

Viele Trödler nutzen die Gelegenheit, einige aussortierte Sachen an glückliche Käufer weiterzugeben.
Viele Trödler nutzen die Gelegenheit, einige aussortierte Sachen an glückliche Käufer weiterzugeben. © Thomas Peek © Thomas Peek

Jessica Munsch aus Ascheberg kannte das Konzept eines Trödelmarktes wie diesen bereits vom „Lüdinghausener Stadtflohmarkt“, welcher im Mai dieses Jahres stattfand. Kurz darauf startete sie einen Aufruf in einem sozialen Netzwerk. Dort war sie auf der Suche „nach einem Komplizen“ für die Organisation eines solchen Flohmarktes in der eigenen Gemeinde. Die Komplizin fand sie dann in Form von Claudia Hurek.

„Jessy und ich haben uns den Termin ausgesucht. Der passte Prima mit der Klimaschutzwoche zusammen. Die Frage war jetzt nur, wie gehen wir das an“, so die Herberanerin. Innerhalb von zwei Tagen stand dann das Konzept. „Der Bürgermeister fand unsere Idee von Anfang an toll und hat uns sofort auf dem kleinen Dienstweg die Zusage erteilt, dass wir das so organisieren können“, blickt Claudia Hurek auf die unkomplizierte Unterstützung zurück.

Darüber, dass Trödel und Nachhaltigkeit sehr gut zueinander passen, waren sich beide einig. So war es naheliegend, den Kontakt zum „Klimaforum Nachhaltiges DAH“ herzustellen, welches letztlich die Schirmherrschaft über den Dorftrödel übernahm.

Wie hier an der Altenhammstraße in Herbern schlossen sich einige Händler und Händlerinnen zusammen.
Wie hier an der Altenhammstraße in Herbern schlossen sich einige Händler und Händlerinnen zusammen. © Thomas Peek © Thomas Peek

„Coronazeit war Aufräumzeit. Aus diesem Grund rufen wir den ersten Dorftrödel in der Gemeinde Ascheberg ins Leben“ stand auf dem vom Klimaforum herausgegebenen Dorftrödel-Flyer, welchen es zwecks Nachhaltigkeit allerdings nur online zu lesen gab und nicht in Papierform. Dort waren auch die Ortspläne mit Markierungen der einzelnen Trödelstände zu finden. Ein Verzeichnis der mit Ständen beteiligten Straßen wurden ebenfalls auf der Internetseite des Klimaforums sowie in einer eigens gegründeten Facebook-Gruppe aufgeführt.

Die ersten Resonanzen sind bereits eingegangen. Eine zufriedene Besucherin hatte sich mit einer E-Mail an das Klimaforum gewandt: „Wir haben heute einen wunderschönen Bummel durch Ascheberg gemacht und waren wirklich begeistert vom Dorftrödel. Wir würden uns freuen, wenn diese tolle Idee auch im nächsten Jahr wieder verwirklicht wird“, lautet es dort.

Die Hoffnungen dieser Dame könnten tatsächlich bestätigt werden. Denn die Mitorganisatorin Claudia Hurek ist sich nun schon sicher: „Der Dorftrödel soll auf jeden Fall wiederholt werden und wir wollen im nächsten Jahr noch eine Schüppe drauflegen.“

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