So wenige Spender wie lange nicht bei der Blutspendeaktion des DRK in Herbern

Deutsches Rotes Kreuz

Lediglich 131 Menschen ließen sich bei der Blutspendeaktion des DRK am Donnerstag in Herbern ihr Blut abzapfen – ein eher mageres Ergebnis.

Herbern

, 12.04.2019 / Lesedauer: 2 min
So wenige Spender wie lange nicht bei der Blutspendeaktion des DRK in Herbern

Frank Große-Budde gehört zu den regelmäßigen Blutspendern. Bereits 56-mal ließ er sich den Lebenssaft abzapfen. © Claudia Hurek

So wenige Spender wie lange nicht mehr kamen am Donnerstag (11. April) zur Blutspendeaktion des DRK in die Aula der Profilschule an der Altenhammstraße. Lediglich 131 Herberner Bürger ließen sich ihr Blut abzapfen – ein eher mageres Ergebnis.

Bereits ab 15 Uhr standen die ehrenamtlichen Helfer des Küchenteams parat, um Brötchen zu schneiden, Salat zu putzen und Kaffee zu kochen. Viele der Brötchen blieben an diesem Tag liegen. Eine Erklärung für so wenige Spender gab es nicht – zumal noch keine Osterferien sind.

„Ich verstehe nicht, warum hier nur so wenige mitmachen“

Für Frank Große-Budde hingegen ist es selbstverständlich, sich viermal im Jahr in den Dienst der guten Sache zu stellen: „Wie schnell kann man selbst in eine Situation kommen, in der man auf eine Blutspende angewiesen ist?“, so der ehemalige Trainer der Damenmannschaft des SV Herbern. „Ich verstehe nicht, warum hier nur so wenig mitmachen.“

Jeder Mensch kann etwa aufgrund eines Verkehrsunfalls in die Lage geraten, Bluttransfusionen zu benötigen. Täglich werden laut DRK in Deutschland rund 15.000 Blutspenden und circa 5000 Plasmaspenden benötigt. Gerade einmal drei Prozent der Deutschen spenden regelmäßig Blut. Dem gegenüber stehen 4,5 Millionen Konserven, die jährlich benötigt werden.

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Eine Alternative zur Blutspende wäre künstliches Blut. Daran wird bereits seit Jahrzehnten intensiv geforscht, bislang gebe es allerdings viel zu viele Nebenwirkungen und kein wirklich überzeugendes Ergebnis.

Bleibt zu hoffen, dass zumindest für Herbern das Ergebnis beim nächsten Mal wieder überzeugender ist. Denn für den Spender gibt es durchaus positive Nebeneffekte: Jede Spende wird auf ansteckende Infektionskrankheiten untersucht, alle zwei Jahre erfolgt ein Check der Leber- und Nierenwerte, das regelmäßige Blutspenden kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermindern und laut einer Studie auch den Bluthochdruck senken.

Die nächste Blutspende findet statt am 18. Juli von 16.30 bis 20.30 Uhr in der Aula der Profilschule in Herbern.
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