17-Jähriger stürzt drei Meter in die Tiefe: „Freund hatte noch versucht, ihn festzuhalten“

dzUnfall auf der Jacobi-Kirmes

Schrecksekunden am Musikexpress: Ein Kirmesbesucher (17) aus Mainz ist am letzten Abend der diesjährigen Jacobi-Kirmes drei Meter in die Tiefe gestürzt. Es war wohl Alkohol im Spiel.

Ascheberg

, 30.07.2019, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war der letzte Abend der diesjährigen Jacobi-Kirmes in Ascheberg. Ein 17-jähriger Kirmesbesucher aus Mainz stürzte am Musikexpress drei Meter in die Tiefe. Wie konnte das passieren?

Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der Unfall am Montagabend (29. Juli) gegen 21.30 Uhr. Nur wenige Stunden vor Toreschluss eines insgesamt friedlichen Volksfestes. Eine Gruppe von jungen Leuten sei zum höchsten Punkt des beliebten Fahrgeschäftes gelaufen, die Wagen fuhren zu diesem Zeitpunkt nicht.

Zwischen Stützen und Streben geknallt

Nach Angaben der Polizei soll sich der junge Mann zwischen zwei Waggons gesetzt haben. Als seine Freunde ihn aufforderten, in einen der Wagen zu klettern, sei er bei dem Versuch zwischen den Waggons rund drei Meter in die Tiefe gestürzt.

Ein Fremdverschulden konnte die Polizei schnell ausschließen, sie spricht von einem Unfall. „Ein Freund hatte noch versucht, ihn festzuhalten“, sagt Bjoern Korte, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Coesfeld, am Dienstag (30. Juli) auf Anfrage dieser Redaktion.

Der Versuch, den jungen Mann zu halten, scheiterte. Der 17-Jährige, der zu Besuch in Ascheberg war, knallte zwischen Stützen und Streben.

17-Jähriger war alkoholisiert

Das Ganze habe anfänglich schlimm ausgesehen. Einen Tag später aber sagt die Polizei: Lebensgefahr besteht nicht, wohl aber sei der junge Mann verletzt und mit Schürfwunden übersät gewesen. Ein Rettungswagen brachte ihn am Montagabend in ein umliegendes Krankenhaus.

Warum der junge Mann zwischen die Waggons stürzte, ist unklar. Alkohol könnte eine Rolle gespielt haben. Die Polizei bestätigte am Dienstag auf Nachfrage: Ja, der 17-Jährige war zum Zeitpunkt seines Sturzes alkoholisiert.

Musikexpress rund eine Stunde gesperrt

Rund eine Stunde war das Fahrgeschäft nach dem Unfall am Montagabend gesperrt. Die Polizei befragte Zeugen, begutachtete den Unfallort. Anschließend konnte der Musikexpress seinen Betrieb wieder aufnehmen, ehe die Jacobi-Kirmes gegen 2.45 Uhr ihr Ende fand.

Auch Seelsorger waren vor Ort, betreuten einen jungen Mann, der „verständlicherweise sehr mitgenommen war“, so Korte.

Insgesamt sei die dreitägige Kirmes in diesem Jahr friedlich verlaufen, sagt Rolf Kehrenberg aus der Ordnungsverwaltung der Gemeinde Ascheberg. „Es gab die üblichen Rangeleien.“

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