Gerüchteküche brodelt: Zieht Graf von Merveldt ins Herberner Schloss Westerwinkel?

dzSchloss Westerwinkel

Lässt Graf von Merveldt seinen aktuellen Wohnsitz in Dorsten hinter sich? Ja, heißt es aus dem Umfeld des Schlossherren. Der Graf ziehe ins Schloss Westerwinkel. Was sagt er selbst?

Herbern, Dorsten

, 12.06.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es gibt viele Gerüchte in der Welt. Und dieses Gerücht ist 30 Jahre alt“, sagt Ferdinand Graf von Merveldt (68) und lacht. Nun aber ist sogar aus dem näheren Umfeld des Schlossherren zu hören: Ja, den Grafen zieht es zurück nach Herbern. Und auch er selbst dementiert nicht.

Von 1938 bis 1949 wohnten die Merveldts bereits im zum Familienbesitz gehörenden Schloss Westerwinkel. 1951 hatte sich die Familie dann wieder in die oberen Gemächer des Herrenhauses Lembeck in Dorsten zurückgezogen.

Schloss Westerwinkel, rund 70 Kilometer weiter östlich des jetzigen Merveldt’schen Wohnsitzes, ist eines der frühesten Barockschlösser Westfalens. Die Anlage wurde Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet. Auch Lembeck ist eine barocke Wasserschloss-Anlage.

Gerüchteküche brodelt: Zieht Graf von Merveldt ins Herberner Schloss Westerwinkel?

Schloss Lembeck in Dorsten: Hier wohnt Ferdinand Graf von Merveldt aktuell mit seiner Ehefrau Catherine. © Bludau (Archiv)

„Das sind zwei gleich große Kästen, die zu erhalten sind“, sagt der Graf am Mittwoch (12. Juni) gegenüber unserer Redaktion. Welches schöner sei, darauf legt er sich nicht fest.

Direkt neben dem Schloss Westerwinkel erstreckt sich die Golfanlage, die 100-Schlösser-Route führt Radfahrer direkt bis nach Westerwinkel, beliebt bei Wanderern ist der Jakobsweg, bei Spaziergängern die Außenanlagen, die jederzeit zugänglich sind.

Nicht bloß ein Gerücht?

Immer wieder war in der Vergangenheit das Gerücht aufgekommen, dass es den Grafen von Dorsten aus ins beschauliche Herbern zieht. Nun aber soll es sich nicht mehr nur um ein Gerücht handeln.

„Das steht fest“, sagt eine Leserin, die stets aufmerksam das Geschehen rund um die Wasserschloss-Anlage beobachtet und auch mit Be- und Anwohnern des Schlosses in Kontakt steht.

Aus dem näheren Umfeld heißt es auf Anfrage unserer Redaktion: „Das wird irgendwann passieren.“ Ob vorab noch Renovierungsarbeiten anstehen, „liegt beim Grafen selbst. Er wird es uns wissen lassen, wenn es soweit ist.“

Wann es soweit ist, bleibt aktuell noch offen. „Es könnte passieren“, sagt Ferdinand Graf von Merveldt, der (noch) keine abschließende Bestätigung geben will. „Ein Umzugsdatum gibt es noch nicht.“

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