Kreisumlage

Rekordanstieg: Kreis Coesfeld will 10 Millionen mehr von den Kommunen

Schwerer finanzieller Schlag für die Menschen in Olfen, Nordkirchen und den anderen Orten des Kreises Coesfeld. Sie sollen gut 10 Millionen Euro mehr an den Kreis überweisen als 2020.
Wilhelm Sendermann ist neuer Sprecher der Bürgermeister im Kreis Coesfeld. © Wiefel-Keysberg

Werden jetzt die finanziellen Folgen der Corona vor Ort sichtbar? Der mit Abstand höchste absolute Anstieg der Kreisumlage seit der Einführung des Kommunalen Finanzmanagements sieht die Haushaltsplanung des Kreises Coesfeld vor. „Diese Erhöhung trifft die kreisangehörigen Städte und Gemeinden in einer Zeit, in der die gesamte kommunale Familie (…) durch die Corona-Pandemie finanziell besonders belastet ist“, sagt Wilhelm Sendermann als neuer Sprecher der Bürgermeister im Kreis Coesfeld.

Er weist darauf hin, dass alle Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld mit Ausnahme der Stadt Olfen für das Haushaltsjahr „teils erhebliche Defizite“ erwarten. Sendermann und die anderen Bürgermeister befürchten sogar eine weitere Zuspitzung der Situation. Sie gehen davon aus, „dass die nächsten Jahre die Haushalte von Kreis, Städten und Kommunen noch deutlich mehr fordern werden als das Jahr 2021“.

Vor diesem Hintergrund gewinnen die Haushalts-Beratungen in den Orten deutlich an Brisanz. Dabei wird es auch darum gehen, an welche Stelle die Städte und Gemeinden sparen wollen – oder müssen. Welche Zuschüsse werden gestrichen, welche Investitionen müssen gestreckt werden, so die bange Frage der Bürgerinnen und Bürger. Manches dürfte davon abhängen, ob es am Ende bei der geplanten Erhöhung der Kreisumlage um mehr als 10 Millionen Euro bleibt.

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.