Realschüler unterstützen Hilfsprojekt für den Senegal

Laptop-Spende

ASCHEBERG 50 Laptops warten auf ihren Einsatz im Senegal. Acht Realschüler sind dabei, die Geräte betriebsfertig zu machen, damit sie nach Thiés geschickt werden können.

von Von Wolfgang Gumprich

, 05.01.2010, 17:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schüler der Hardware-AG an der Realschule machten für die Senegal-Hilfe 50 Computer in den Weihnachtsferien betriebsbereit.

Schüler der Hardware-AG an der Realschule machten für die Senegal-Hilfe 50 Computer in den Weihnachtsferien betriebsbereit.

Die 14- bis 17- Jährigen unterstützen damit den kreisweiten Verein Hilfe für den Senegal. "Wir spielen das Betriebsystem in französischer Sprache auf und installieren die entsprechende Software," erklären sie. "Die Geräte stammen aus einer großzügigen Spende aus dem Kreis Coesfeld", ergänzt Schulleiter Manfred Schubert. Sie seien zwar gebraucht aber genauso leistungsstark wie neue. Laptops für zwei Schulen

Besonders dankbar über die Hilfe der Jungen ist Vereinsvorsitzender Franz-Josef Frye: "Die Laptops werden an zwei Realschulen in Thiés eingesetzt. Die Schüler rüsten sie hier auf, verpacken sie, und im Februar werden sie im Container in den Senegal geschickt". Zwei Computer-Spezialisten des Vereins werden die Geräte vor Ort installieren und Informatikräume in den beiden Schulen einrichten. Besonders wichtig, so Frye, seien die Akkus - "Im Senegal gibt es täglich bis zu vier Mal Stromausfall!"

Rund 350 Computer haben bislang die weite Reise von Deutschland an die afrikanische Atlantikküste angetreten, sie werden in Schulen, Stadtverwaltungen oder bei der Polizei genutzt, berichtet der Vereinsvorsitzende weiter.30 Jahre Hilfe für den Senegal

Schulische Bildung sei die eine Säule der Vereinsphilosophie, erklärt Frye, die anderen beiden Gesundheit und Ernährung. Dazu gehöre die Spendeaktion "1000 Sack Reis für 1000 Familien". "Für dieses Grundnahrungsmittel muss eine Familie ca. 35 Euro pro Sack ausgeben, er reicht für eine sechsköpfige Familie etwa 14 Tage bei nur einer Mahlzeit am Tag, " schildert Frye die Armut im Senegal. Der Monatslohn betrage im Schnitt etwa 80 Euro.

30 Jahre gibt es die Hilfe für Senegal, sie entstand aus einer Hilfsaktion der Jugendfeuerwehren im Land NRW, wurde von Frye dann 1990 mit einigen Feuerwehrkameraden dann zu einem im Senegal sehr bekannten Hilfsprojekt ausgebaut.

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