Geförderter Radewegebau in Ascheberg: Kreis Coesfeld will aufs Gaspedal drücken

Kreisprogramm

Für das Radwegebauprogramm des Kreises Coesfeld soll die Gemeinde Ascheberg dem Kreis eine Prioritätenliste mitteilen. In 14 Jahren wurde ein Weg realisiert. Das soll jetzt schneller gehen.

Ascheberg, Herbern

, 03.03.2021, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Kreis Coesfeld will die Planung und den Ausbau der Kreis-Radwege beschleunigen.

Der Kreis Coesfeld will die Planung und den Ausbau der Kreis-Radwege beschleunigen. © dpa

Mit einem Radwegebauprogramm fördert der Kreis Coesfeld den Ausbau der Fahrradinfrastruktur im Kreisgebiet. Die Gemeinde Ascheberg soll nun bis Ende Februar eine Liste vorlegen, welche angedachten Wege Priorität haben sollen.

Über die Priorisierung wurde am Dienstag, 23. Februar, im Nachhaltigkeits- und Mobilitätsausschuss diskutiert. Die Verwaltungsvorlage wurde einstimmig beschlossen.

Demnach hat der Radweg entlang der Kreisstraßen 15 (K15) und 3 (K3) von Ascheberg nach Nordkirchen die höchste Priorität, gefolgt von dem Weg K56 und K6 von Herbern Rankenstraße bis zur Kreisgrenze in östlicher Richtung. Das Schlusslicht bildet die Strecke von Ascheberg in Richtung Nordkirchen nach Capelle.

Diese drei Wege haben die höchste Priorität für das Radwegeausbauprogramm des Kreises Coesfeld.

Diese drei Wege haben die höchste Priorität für das Radwegeausbauprogramm des Kreises Coesfeld. © Land NRW (2018) Datenlizenz Deutschland Namensnennung - Version 2.0

Keine schnelle Fertigstellung zu erwarten

Wie Klaus van Roje, Fachbereichsleiter der Gemeinde Ascheberg für Bauen und Wohnen, erklärt, sei das Ziel des Programms pro Kommune in einem Fortschreibungszeitraum ein Projekt zu realisieren. Ein Fortschreibungszeitraum beträgt acht Jahre.

Dass das nicht ganz klappt, zeigt die Prioritätenliste der Gemeinde Ascheberg des vergangenen Fortschreibungszeitraumes. Auch 2013 wurde der Weg zwischen Ascheberg und Nordkirchen als höchste Priorität angegeben - jetzt steht er immer noch oben auf der Liste. Schon 2007 stand der Weg auf der Prioritätenliste. Damals aber an zweiter Stelle.

Seit 2007 wurde im Rahmen des Kreisförderprogrammes in der Gemeinde Ascheberg genau ein Radweg umgesetzt: Von Davensberg entlang der Kreisstraße 39 bis zur „Amelsbürener Straße“.

Kreis rüstet auf, um Planungen und Ausbau zu beschleunigen

So viel Zeit soll aber nicht mehr verstreichen. „In den vergangenen Jahren sehen wir einen gewissen Schwung, der in das Projekt reinkommt. Ich habe gute Hoffnungen, dass die Zeiträume enger beieinander liegen. Etwa fünf bis zehn Jahre“, erklärt van Roje.

Die Gemeinde Ascheberg hat darauf nur wenig Einfluss. Projektkoordination und Bauabwicklung lägen im Verantwortungsbereich des Kreises Coesfeld.

Der Radwegausbau ist ein Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes des Kreises vom Mai 2020. Damals wurde auch beschlossen, der Abteilung Straßenbau und Straßenunterhaltung zusätzliches Personal bereitzustellen, um „die Planungen und den Radwegebau an Kreisstraßen zu beschleunigen“, wie es im Beschluss des Kreisausschusses für Straßen- und Hochbau, Vermessung und ÖPNV heißt. Zusätzlich wurde beschlossen, das jährliche Budget des Kreis-Bauhofes ab 2021 um 100.000 Euro zu erhöhen.

Ob sich die Zeit für die Realisierung eines Weges durch diese Maßnahmen auf fünf bis zehn Jahre, wie Fachbereichsleiter Klaus van Roje schätzt, verringern wird, muss sich zeigen.

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