Ordnungsamt Ascheberg zu Kirmes-Wochenende: „Bin sogar etwas erstaunt“

dzJacobi-Kirmes Ascheberg

Die Jacobi-Kirmes in Ascheberg ist das Ereignis im Jahr. Deswegen hatte sich das Ordnungsamt darauf eingestellt, auch ohne Fahrgeschäfte und volle Innenstadt sicherheitshalber verstärkt zu kontrollieren.

Ascheberg, Herbern

, 31.07.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Jacobi-Kirmes in Ascheberg ist für das Dorf das Jahreshighlight überhaupt. Viele ehemalige Ascheberger kehren an diesem Wochenende zurück, um sich mit Familien und Freuden zu treffen. Doch wegen der Corona-Pandemie musste die Kirmes in diesem Jahr abgesagt werden.

Das Ordnungsamt der Gemeinde Ascheberg hatte sich vor dem vergangenen Wochenende trotz allem auf verstärkte Kontrollen eingestellt. Der Grund: „Dass es da vermehrt Feiern und Treffen geben wird, hat man auch im Privaten immer mal gehört. Wobei ich dachte: Oha, das kann daneben gehen“, sagt Rolf Kehrenberg, Fachgruppenleiter der Ordnungsverwaltung der Gemeinde Ascheberg.

Das Ergebnis der Kontrollen sei dann aber durchaus positiv gewesen: Laut Kehrenberg habe die Gemeinde keinen einzigen Platzverweis, keine mündliche Verwarnung und kein Bußgeld ausstellen müssen. Die Befürchtung, dass sich Gruppen im Ortskern treffen, habe sich nicht bestätigt.

Privatpersonen haben keine feierwütigen Nachbarn gemeldet

Mit zwei Zweierteams seien Mitarbeiter des Ordnungsamtes sowie des Sicherheitsdienstes aus Herbern am Kirmeswochenende jeweils zwischen 12 und 14 Uhr sowie ab 17 Uhr im Ortskern unterwegs gewesen. Ebenso habe es keine einzige Beschwerde von Privatpersonen über Nachbarn gegeben, die sich mit einer großen Gruppe im eigenen Garten getroffen habe, so Kehrenberg. Selbst habe das Ordnungsamt aber auch nicht in den Wohngebieten kontrolliert. „Da haben wir nicht über den Zaun geguckt“, so Kehrenberg.

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Auch bei Fisch Wenning, einer weiteren Befürchtung des Ordnungsamtes, sei das Wochenende ruhig verlaufen. „Natürlich haben sich da am Kirmeswochenende einige getroffen. Wir haben auch Firmen gesehen, die sonst zur Kirmes immer ihre Mittagspause im Ort verbringen“, so Kehrenberg. Auffälligkeiten habe es aber nicht gegeben. „Da war nichts, was wir hätten beanstanden können.“ Kirmestüten-Abholer seien höchstens noch schnell für einen Backfisch geblieben. Ein Durcheinander habe es dabei aber nicht gegeben.

Keine Auffälligkeiten bei Fisch Wenning am Wochenende

Schon vor dem ersten Wochenende des Betriebes hatten sich die Familie Schulze-Wenning und das Ordnungsamt für ein entsprechendes Sicherheitskonzept zusammengesetzt. Da sei dann nach dem ersten Wochenende noch einmal nachjustiert worden. Und Menschen, die sich nicht an die Regeln hielten, verweise Stefanie Schulze-Wenning konsequent des Geländes. Ihr sei die Brisanz der Situation von Anfang an klar gewesen, so Kehrenberg.

Dass das Kirmes-Wochenende so ruhig verläuft, damit hätte Kehrenberg selbst nicht gerechnet: „Ich bin sogar etwas erstaunt, dass das so gut läuft.“ Ähnliches höre er aber auch von Kollegen aus den Nachbarkommunen. Kehrenbergs Vermutung: Die Menschen wollen den Ausnahmezustand durch unachtsames Verhalten nicht noch länger hinauszögern, um möglichst bald wieder ins normale Leben zurückzukehren.

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