Nach Vandalismus: Fachfrau restauriert Katharinenkapelle in Herbern

Vandalismus in Herbern

Mutwillig hatten Vandalen vor einigen Jahren ihr Unwesen in der Katharinenkapelle in Herbern getrieben und unter anderem zwei Figuren zerstört. Nun wird die Kapelle wieder hergerichtet.

Herbern

, 13.09.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Otto Schütte (v.l.), dessen Vater die Kapelle in den 60er Jahren gebaut hat, Restauratorin Eva Möllenkamp und Reinhard Hartwig setzen sich für die Erhaltung der kleinen Kapelle ein.

Otto Schütte (v.l.), dessen Vater die Kapelle in den 60er Jahren gebaut hat, Restauratorin Eva Möllenkamp und Reinhard Hartwig setzen sich für die Erhaltung der kleinen Kapelle ein. © Claudia Hurek

Vor einigen Jahren haben Vandalen zwei Figuren in der Katharinenkapelle an der Ecke Ascheberger Straße/Siepen mutwillig zerstört. Nun werden die Figuren aus Baumberger Kalksandstein restauriert.

Diplomrestauratorin Eva Möllenkamp, die zurzeit die Figuren direkt vor Ort liebevoll wieder instandsetzt, datiert die Entstehung in das 19. Jahrhundert. Dank des Einsatzes von Reinhard Hartwig, dem Vorsitzenden der Bürgerstiftung Ascheberg, der durch seinen Einsatz einen Heimatscheck über 2000 Euro von der Landesregierung erhalten hat, können die Figuren von Anna und Maria sowie die Kapelle restauriert beziehungsweise renoviert werden.

In der vergangenen Woche hat die Diplom-Restauratorin die Figuren vorsichtig mit weichen Messingbürsten und ausschließlich Wasser gereinigt. An beiden Figuren sind an einigen Stellen noch Farbreste erkennbar; wie besonders an der Rückseite des Kleides von Tochter Maria sowie am Umhang von Anna gut sichtbar ist. „Warum man die Farbe entfernt hat, kann ich mir nicht erklären.“

Vandalen hatten die Gliedmaßen der Figuren abgeschlagen

Wichtig war es die Farbreste zu erhalten, die ein Teil der Geschichte dieser Figuren sind. Die von Vandalen abgeschlagenen Gliedmaßen sind inzwischen mit Kalkspachtel an den Figuren angebracht und müssen nun noch geschliffen und farblich wieder angepasst werden. „Zum Glück konnte ich viele Bruchstücke perfekt zusammenfügen“, sagt Möllenkamp. „Fehlende Feinkittungen habe ich zu Hause gearbeitet.“

Sobald die Arbeiten an den Figuren abgeschlossen sind, kümmert sich Ewald Gausepohl um die Verschönerungsarbeiten an der kleinen Kapelle, damit diese, gemeinsam mit den Figuren in neuem Glanz erstrahlen kann und viele Menschen zum Verweilen und Anschauen einlädt.

Leider konnte bislang nicht geklärt werden, welcher Künstler die Tochter Maria mit Mutter Anna in der Katharinenkapelle an der Ascheberger Straße/Ecke Siepen erschaffen hat.

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