Die Geflüchtetenunterkunft an der Amelsbürener Straße in Davensberg steht seit ein paar Wochen leer, nachdem es dort zu einem Wasserschaden gekommen ist. © Eva-Maria Spiller
Wasserschaden in Gebäude

Nach schwerem Wasserschaden: Geflüchteten-Unterkunft in Davensberg steht leer

Die Gemeinde Ascheberg musste die Geflüchteten-Unterkunft in Davensberg leerziehen, nachdem dort ein massiver Wasserschaden entdeckt worden war. Nun muss das Gebäude saniert werden.

Die Geflüchteten-Unterkunft an der Amelsbürener Straße in Davensberg steht seit circa 10 Wochen leer, nachdem es dort zu einem großräumigen Wasserschaden gekommen ist. Als der Hausmeister den Schaden gemeldet hatte, hatte man zunächst noch die Hoffnung, dass ein Teil der Geflüchteten, die dort untergebracht worden waren, dort wohnen bleiben könnten. Doch als das Ausmaß des Schadens immer deutlicher wurde, musste die Gemeinde Ascheberg die Wohnräume leerziehen.

„Der Hausmeister hat an einer Stelle unten an der Wand Schimmelflecken und nasse Ecken gesehen“, sagt Klaus van Roje, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, auf Nachfrage am Telefon. Nachdem der Hausmeister dann der Hochbauabteilung der Gemeinde Bescheid gegeben hatte, nahm die den Schaden in Augenschein. Unter dem Abfluss einer Duschwanne habe dann das Wasser gestanden. Die Versicherung, die daraufhin eingeschaltet wurde, habe einen Gutachter mit dem Fall beauftragt.

Wasser breitete sich in Wänden und Böden aus

Dabei sei das ganze Ausmaß des Schadens zum Vorschein gekommen: In der betroffenen Etage habe das Wasser unter allen Duschwannen gestanden. Auch die Wände seien feucht und aufgemacht worden. Wie es genau zu dem Schaden gekommen ist, ist noch unklar und Gegenstand des Gutachtens, das nun erstellt werde, so van Roje. Entsprechend sei unklar, ob das Wasser sich von einer defekten Dusche aus ausgebreitet und weiter in die Wände gezogen sei oder ob es zu einem Rohrbruch gekommen ist. Auch unklar sei, über was für einen Zeitraum sich das Wasser ausgebreitet hat.

Zwischendurch seien Wände und Böden getrocknet worden. Jetzt werden nach und nach die Böden und die Wände aufgemacht, so van Roje. Erste Sanierungsvorschläge habe es auch schon gegeben. „Jetzt geht man erstmal der Reihe nach durch und prüft, wo der Schaden entstanden ist. Wir wollen das Gebäude nicht komplett auseinanderreißen.“ Wie hoch die Kosten sind, die durch den entstandenen Schaden verursacht worden sind, steht ebenfalls noch nicht fest.

Die Bewohner der Unterkunft konnten laut van Roje gut auf die übrigen in der Gemeinde verteilt werden. Auch wenn die Unterkunft an der Biete 8 derzeit ebenfalls noch wegen Renovierungsarbeiten leer gezogen ist, da sie in den vergangenen Jahren stark beansprucht worden sei. Kommende Woche soll die Biete 8 aber wieder bezugsfertig sein. „Die meisten sind am Breil untergebracht, dann haben wir noch einige Objekte in der Anmietung“, so van Roje. Plus die Unterkunft in Herbern. Nun gebe es auch wieder neue Zuweisungen von Geflüchteten an die Gemeinde.

Vor rund 5 Jahren ist die Unterkunft für Geflüchtete in Davensberg an der Amelsbürener Straße gebaut worden. Noch bis 2007 standen an der Stelle Container, die damals für Geflüchtete aus dem ehemaligen Jugoslawien dort platziert worden waren. 2008 und 2009 waren die Container dann entsorgt worden, so van Roje.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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