Musikschulleiter Christoph Hönig (r.), hier bei einer Jubilarehrung im Jahre 2018, geht mit Ende des Monates Februar 2021 in den Ruhestand. © Musikschule Ascheberg (A)
Abschied Musikschulleiter Hönig

Musikschulleiter Hönig hört in Ascheberg auf – Nachfolge ist geregelt

33 Jahre unterrichtete Christoph Hönig (65) an der Musikschule Ascheberg. Jetzt hört er auf. Er will sich seinem Hobby Radfahren widmen. Seine Nachfolge ist geregelt.

Wenn man über ihn sagt „Musik ist sein Leben“ liegt man nicht falsch; in beruflicher Hinsicht bestimmte die Musik sogar sein halbes Leben. 33 Jahre unterrichtete Christoph Hönig (65) in der Musikschule Ascheberg und leitete diese zudem noch mit viel Geschick und Engagement. Zu Ende Februar geht der Musikschulleiter nun in den Ruhestand und überlässt das Zepter seiner Nachfolgerin Mirjam Brüllmann.

Aufgewachsen in einer sehr musikalischen Familie mit sieben Geschwistern stand für Hönig die berufliche Richtung schon früh fest. Aus der ehemaligen DDR zog die Großfamilie noch vor dem Mauerbau in die Eifel, wo der Vater an einer Internatsschule unterrichtete.

Klavierspielen von Kindesbeinen an

Bereits im Kindesalter erlernte er das Klavierspielen und gab kurz vor seinem Abitur auf Bitten seiner sehr inspirierenden Lehrerin Schülern an der Musikschule in Euskirchen Klavierunterricht. „Dort habe ich die Geduld gelernt. Vielen Kids musste man wieder und wieder etwas erklären. Da lernt man geduldig zu sein.“

In seinem anschließenden Schulmusikstudium in Köln waren das Klavier- und Cellospiel sowie das Dirigieren Hauptfächer. Neben dem Studium unterrichtete er Cello- und Klavierschüler. Nach erfolgreicher Beendigung des Studiums hieß es dann, die beruflichen Weichen für die Zukunft zu stellen. „Ich habe mich bundesweit beworben und mich bewusst für die Musikschule in Ascheberg entschieden. Im August 1988 habe ich meine Stellung als Musikschulleiter dort angetreten und nicht eine Sekunde bereut.“

Christoph Hönig am Klavier bei einem Lehrerkonzert vor einigen Jahren mit Miriam Borsch.
Christoph Hönig am Klavier bei einem Lehrerkonzert vor einigen Jahren mit Miriam Borsch. © Elvira Meisel-Kemper (A) © Elvira Meisel-Kemper (A)

In den kommenden Jahren ließ ihm sein Job oftmals nicht ausreichend Zeit für Ehefrau Elisabeth, zwei Söhne und eine Tochter. „Meine Arbeitszeiten waren ja nicht von 8 bis 16 Uhr, sondern eher familienunfreundlich. Ein großer Vorteil war allerdings, dass ich zumindest jeden Mittag gemeinsam mit meiner Familie essen konnte.“

Es gab auch stressige Zeiten für Christoph Hönig. „Aber ich hatte immer gute Mitarbeiter, großartige Musiklehrer und ein sehr offenes Vertrauensverhältnis zur Gemeinde Ascheberg und zum Vorstand der Musikschule.“

Viele schöne Erlebnisse in seiner Musikschulzeit

Eine Vielzahl schöner Erlebnisse prägen die vergangenen 33 Jahre. So etwa Musikfreizeiten, die Aufführung des Stückes der Rattenfänger von Hameln im Jahr 1993, der Karneval der Tiere dann 2013, einige Rockmusikfestivals bei St. Georg und vieles, vieles mehr. Die Geschichten die Christoph Hönig hier erzählen könnte, sind abendfüllend und man merkt bei jeder Silbe, mit wieviel Herzblut und Engagement er seinen Beruf, der gleichwohl seine Berufung war, ausgeübt hat.

An der Musikschule Ascheberg zog er als Leiter nicht nur die Fäden, sondern gab Klavierunterricht und kümmerte sich mit ganzer Kraft um die musikalische Früherziehung in Ascheberg und Herbern. „Die Früherziehung ist der Einstieg in die Musik und legt den Grundstein für das spätere Erlernen eines Instrumentes. Ich hatte in all denen Jahren nicht ein Kind, dem ich aufgrund von Unmusikalität abgeraten habe.“

Mehr Zeit fürs Hobby Radfahren

Für sein großes Hobby, dass Radfahren wird er ab der kommenden Woche deutlich mehr Zeit haben. Seit 1997 ist er aktives Mitglied der Radsportgruppe des SV Herbern. Als begeisterter Radsportler hat er unter anderem bereits drei Mal an dem Radmarathon Paris-Brest teilgenommen. „Mir macht das Spaß, es entspannt mich und ich bin überzeugt, dass es meiner Gesundheit zugutekommt. Demnächst kann ich einfach drauf losradeln, wenn das Wetter schön ist.“

Das Musizieren in der Musikschule wird neben gemeinsamen Reisen mit Ehefrau Elisabeth, auch in den kommenden Jahren einen Teil der neu gewonnenen Freizeit einnehmen. „Jetzt habe ich endlich wieder Zeit für Instrumente oder auch das Dirigieren“, sagt der noch amtierende Musikschulleiter, der lieber AC/DC statt Pink Floyd hört und vielleicht noch die italienische und französische Sprache erlernen möchte.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Seit fast 30 Jahren ist Herbern nun unser Zuhause und seit gut vier Jahren darf ich über meinen zweiten Herzensort berichten. Ich habe einen großartigen Job als freie Mitarbeiterin, der den eigenen Horizont um ein Vielfaches erweitert.
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Claudia Hurek

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