Multifunktionale Beachvolleyball-Anlage in Ascheberg steht in Aussicht

Sport in Ascheberg

Am Schulzentrum in Ascheberg könnte schon bald ein multifunktionales Beachvolleyballfeld entstehen, das nicht nur Schulen und Vereinen zugute kommen soll.

Herbern, Ascheberg

, 29.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das eckige Feld zwischen Fußballplatz, den Straßen Dieningrohr und Nordkirchener Straße soll in eine multifunktionale Beachvolleyballanlage verwandelt werden.

Das eckige Feld zwischen Fußballplatz, den Straßen Dieningrohr und Nordkirchener Straße soll in eine multifunktionale Beachvolleyballanlage verwandelt werden. © Open Street Map

Die Profilschule Ascheberg, die Offene Jugendarbeit Ascheberg und der TuS Ascheberg haben sich im Jugend-, Senioren-, Sozial- und Sportausschuss am vergangenen Dienstag (25. August) für eine gemeinsame multifunktionale Beachvolleyballanlage auf dem Gelände des Ascheberger Sportplatzes ausgesprochen. Denn das dreieckige Stück zwischen Fußballfeld und Nordkirchener Straße liegt derzeit brach. Und der Bedarf nach einer sportlichen Anlage scheint groß.

„Gerade in Coronazeiten zeigt sich, wie wichtig Sportaußenanlagen auch für den Sportunterricht sind“, sagte Schulleiter Jens Dunkel in dem Antrag, den die drei Antragspartner gemeinsam eingereicht haben. Außerdem wünscht sich die Schule eine Weit- und Hochsprunganlage, die man in diesem Zuge miteinbauen könne, so Dunkel. Die OJA Ascheberg würde das Feld zum „Auspowern“ der Kinder und Jugendlichen nutzen und begrüßt die Verknüpfung zwischen Sozialarbeit, Schule und Sportverein.

Antrag soll bis zum 16. Oktober realisierbar sein

Der TuS Ascheberg wünscht sich auf dem Rasenstück ein neues Feld für Konditionssport, das allen Abteilungen des Vereins zugute kommen könnte. Außerdem böte sich durch die Multifunktionsanlage eine Ausweichmöglichkeit an der frischen Luft, müssten Sporthallen coronabedingt gesperrt werden.

Die Anlage soll zu 100 Prozent gefördert werden aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021. Erste Planungen seien bereits vor Monaten erfolgt, sodass bis zum 16. Oktober eine Antragstellung mit Kosteneinschätzung möglich sei, heißt es in der Beschlussvorlage des Ausschusses.

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Die Anwesenden Vertreter der Politik stehen dem Vorschlag der Antragspartner positiv gegenüber und verabschiedeten den Antrag einstimmig als Empfehlung an den Rat. „Es hat mir sehr gut gefallen, dass sich drei Organisationen zusammengetan haben, das finde ich vorbildlich. Es ist eine sehr gute Möglichkeit für alle Ascheberger, diese oder eine andere Art von Sport zu machen. Für die offene Saison ist das sicherlich sehr gut“, sagt Hans-Werner Schlottbohm von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Ascheberg Herbern Davensberg.

Gemeinde rechnet derzeit mit rund 130.000 Euro

Der Bundes-Koalitionsausschuss hatte am 3. Juni 2020 ein Konjunkturpaket beschlossen, das die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie abfedern soll und durch Investitionen in Sportstätten die kommunale Infrastruktur stärken soll. Der Antrag der drei Kooperationspartner geht nun weiter in die Sitzung des Rates der Gemeinde, der am 3. September zusammenkommt.

Die erste Kosteneinschätzung für das Projekt liegt bei rund 130.000 Euro, erklärt Fachsbereichsleiter Thomas Stohldreier. Er rechnet mit einem hohen Antragsvolumen bundesweit und damit, dass die Gemeinde zwischen 6 und 10 Wochen nach Antragsstellung mit einer Rückmeldung rechnen kann. Im Falle eines positiven Bescheids müssen dann noch eine Baugenehmigung und ein Lärmschutzgutachten folgen. Einen genauen Zeitrahmen für die Umsetzung konnte Stohldreier noch nicht nennen: „Wir wollen die Anlage schnellstmöglich realisieren.“

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