Friseurmeisterin Adriane Feldkämper (37) freut sich schon sehr auf die neue Herausforderung und das hoffentlich baldige Ende des Lockdowns.. © Claudia Hurek
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Mit Video: Friseurmeisterin Adriane Feldkämper (37) eröffnet in Herbern bald einen neuen Salon

Sobald der Lockdown vorbei ist und Friseure wieder zu Schere und Co. greifen dürfen, öffnet Adriane Feldkämper ihren neuen Friseursalon an der Südstraße in Herbern. Im Video erklärt sie, warum gerade jetzt.

In diesen schweren Zeiten kämpfen viele Selbständige um ihre Existenz; einige von ihnen wissen nicht, wie lange sie noch die Kraft und vor allen Dingen die Mittel haben, die Corona-Krise heil zu überstehen. Friseurmeisterin Adriane Feldkämper (37), seit über drei Jahren selbständig, wagt trotzdem einen sehr mutigen Schritt.

Im Herzen von Herbern an der Südstraße eröffnet sie nach dem Lockdown ihren Friseursalon. „Bislang habe ich meine Kunden zu Hause empfangen, bin aber dort an die räumliche Kapazitätsgrenze gestoßen“, so Feldkämper über die Zeit vor und zwischen den Lockdowns. „Mein Mann Martin hat dann zufällig im vergangenen Jahr bei Facebook das Inserat vom Schreibservice Bianka Seibt entdeckt, die einen Nachmieter gesucht hat.“

Im Jahr 2019 waren in Deutschland rund 140.000 Friseure sozialversicherungs-pflichtig beschäftigt; im selben Jahr gab es 80.600 Betriebe im Friseurhandwerk. Das Corona-Jahr bescherte auch den Friseuren ein ausgesprochen turbulentes, angefangen bei Komplettschließungen während des Lockdowns bis hin zu eingeschränkten Erlaubnissen für ihre Dienstleistungen. Trotz umfangreicher Vorkehrungen wie zum Beispiel ausgeklügelter Hygienekonzepte, Maskenpflicht und Mindestabstand hieß es am 13. Dezember erneut: Die Ladentür bleibt bis auf Weiteres zu.

„Mir war das von Anfang an klar, dass wir noch lange nicht durch die Krise durch sind“, so die Mutter eines 12-jährigen Sohnes. „Aber gemeinsam mit meinem Mann habe ich mich entschieden diesen Schritt zu wagen. Das war einfach ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass sich diese Gelegenheit geboten hat.“

Friseurmeisterin mietet Ladenlokal an der Südstraße

In den vergangenen zwei Jahren hatte die Friseurmeisterin aufgrund der beengten Räumlichkeiten, die ihr im eigenen Haus zur Verfügung standen, keine Möglichkeit Termine für Neukunden zu vergeben. Mit der Anmietung des Ladenlokals hat sich nicht nur die Größe des bisherigen Salons fast verdreifacht, sondern die Friseurmeisterin konnte endlich eine Mitarbeiterin einstellen, die sie zukünftig im neuen Salon unterstützen wird.

Die Palette der angebotenen Dienstleistungen ist ausgesprochen vielfältig. Neben Damen-, Herren- und Kinderhaarschnitten bietet der Salon moderne Farb- und Strähnentechnik, dekoratives Make-up Braut- und Hochsteckfrisuren sowie Haarverdichtung und -verlängerung.

Zwei Monate lang wurde hinter abgeklebten Schaufenstern fleißig gewerkelt. „Hier geht noch einmal ein ganz dickes Dankeschön an meinen Ehemann Martin und meinen Schwager Christian, die meine Ideen perfekt umgesetzt haben.“

Ein besonderes Erlebnis im Rahmen ihres Traumberufes war die Brautfrisur für die Ehefrau eines Botschafters. Das Paar hat auf der Steverburg geheiratet. „Ich habe die Dame vor einigen Jahren im Rahmen meiner nichtselbständigen Tätigkeit in Münster kennengelernt; scheinbar habe ich damals einen guten Eindruck hinterlassen.“

Termine gibt es ausschließlich nach vorheriger telefonischer Absprache unter 0178 1101641.

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Redaktion Werne
Seit fast 30 Jahren ist Herbern nun unser Zuhause und seit gut vier Jahren darf ich über meinen zweiten Herzensort berichten. Ich habe einen großartigen Job als freie Mitarbeiterin, der den eigenen Horizont um ein Vielfaches erweitert.
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Claudia Hurek

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