Löschzug Ascheberg barg defekte Säcke mit Kupfersulfat

ASCHEBERG „Einsatz!“ – Löschzugführer Reinhard Poppe eröffnete gerade die Dienstversammlung, als der Löschzug Ascheberg am Montag gegen 11.15 Uhr alarmiert wurde. Dem LKW-Fahrer einer Spedition aus Willich war der unangenehme Geruch an seiner Ladung aufgefallen. War irgendetwas mit den Kupfersulfat-Säcken nicht in Ordnung?

von Von Michael Lunemann

, 28.07.2008, 18:37 Uhr / Lesedauer: 1 min

Denn: Kupfersulfat ist ein Stoff der Wassergefährdungsklasse 2, das Kupfersalz der Schwefelsäure wird als wassergefährdend eingestuft. Sechs Trupps, das heißt zwölf Feuerwehrmänner, und zwei Gabelstaplerfahrer bargen die geplatzten, 25 Kilogramm schweren Säcke, schweißten sie samt Holzpaletten in Baustoff-Folie und stellten sie auf dem Hof ab, wo sie Mitarbeiter des Unternehmens Weilke übernahmen, diese noch einmal einschweißten und in den Gefahrgutraum auf dem Gelände brachten.

Für die Männer der Feuerwehr kein leichter Job: In Schutzanzügen und mit Atemschutzgerät bargen sie bei über 30 Grad Außentemperatur die Säcke. Einsatzleiter Dietmar Schwabe hatte derweil einen Krankenwagen angefordert, falls einem seiner Männer etwas passieren sollte. „Die Ungewissheit war sehr groß.“ Der LKW-Fahrer vermutete, dass die Säcke von drei Paletten während des Verladens in Willich geplatzt sein könnten. Eine Palette musste bei diesem Vorgang gedreht werden, dabei könnten die hinteren drei Paletten beschädigt worden sein.

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