Elisabeth Berger (70, hier auf einen Archiv-Foto) und ihr Mann Hans-Ludger (75) führten das Landgasthaus Heidekrug seit 1999. © Felix Püschner (A)
Nach 20 Jahren

Landgasthaus Heidekrug: Betreiber-Ehepaar geht in die wohlverdiente Rente

Nach mehr als 20 Jahren geht das Betreiber-Ehepaar Berger vom Landgasthaus Heidekrug in die Rente. Die westfälische Küche ist bei den Gästen gut angekommen. Ein Nachfolger steht schon fest.

Nach mehr als 20 Jahren ziehen Elisabeth Berger (70) und Ehemann Hans-Ludger Berger (75) einen Schlussstrich unter das Kapitel Landgasthaus Heidekrug. Von 1999 an leitete das Ehepaar die Gastronomie in der Herberner Straße 19. „Weihnachten 2020 waren unsere letzten Tage. Seitdem haben wir geschlossen, auch, weil mein Mann sich den Fuß gebrochen hat“, sagt Elisabeth Berger.

Erste Station als Gastronomen

Bevor das Ehepaar Berger das Landgasthaus übernommen hat, arbeitete es in einer Fleischerei in Herbern. Aus gesundheitlichen Gründen mussten sie dort aufhören. „Dann haben wir das Gasthaus erworben. Wir haben es konstant umgebaut, immer weitergemacht. Das Haus war ja verkommen“, blickt die Gastronomin zurück.

20 Jahre lang habe man die Gäste bewirtschaftet. Zur Ausstattung gehörte der Restaurant-Bereich, ein großer Saal sowie ein Biergarten. Im Moment würde sich der Betrieb wegen der Corona-Pandemie nicht rechnen. „Da haben wir gesagt, wir machen Schluss“, erklärt Elisabeth Berger.

Westfälische Küche nach traditionelle Art

Ihre Küche würde Elisabeth Berger so beschreiben: „Eine gutbürgerliche Küche, richtig westfälisch, mit gewissen Gerichten von früher.“ Als Beispiel nennt sie Rindfleisch mit Zwiebelsauce oder einen schönen Sauerbraten. Auch der hauseigene Spießbraten sei bei den Gästen sehr gut angekommen.

Dass die westfälische Küche bei den Gästen gut angekommen ist, zeigt sich bei den Google-Bewertungen des Gasthauses. „Essen sehr lecker, Bedienung sehr freundlich, schöner Biergarten“, heißt es da. Oder: „Das Fleisch war auf den Punkt gebraten und die Bratkartoffeln schön knusprig.“

Bei einem Restaurantcheck unserer Redaktion urteilte der Autor: „Das Rinderfilet in Pfifferling-Rahmsoße ließ keine Wünsche offen. Alles perfekt.“

Beim Restaurant-Check gefiel im Heidekrug das Rinderfilet in Pfifferling-Rahmsoße besonders.
Beim Restaurant-Check gefiel im Heidekrug das Rinderfilet in Pfifferling-Rahmsoße besonders. © Jörg Heckenkamp (A) © Jörg Heckenkamp (A)

Irgendwann muss es gut sein

„Mein Mann ist 75, ich bin 70. In dem Alter sind andere schon glücklich in der Rente. Irgendwann muss es gut sein, wir haben unser ganzes Leben gearbeitet“, fährt die Gastronomin fort. Das vergangene Jahr sei „ein Schuss in den Ofen“ gewesen. „Unter normalen Bedingungen lief es aber sehr gut. Wir haben uns immer richtig reingekniet. In diesem Alter ist es eine Herausforderung“, erzählt Berger.

Ein Nachfolger ist schon gefunden: Andreas Tönning wird den Landgasthof übernehmen. „Ich denke, wir haben einen guten Nachfolger gefunden. Er ist guter Dinge und will auch modernisieren. Wir sind froh, wenn einer mit Interesse weitermacht“.

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