Land würde Planungskosten für Ausbau der Bahnstrecke vorfinanzieren

ASCHEBERG "Das Land ist bereit, die Planungskosten für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Lünen/Münster vorzufinanzieren." Diese Zusage gab NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke bei einem Gespräch mit Kommunalpolitikern im Rathaus Ascheberg. An welche Bedingungen ist die Finanzierung geknüpft? Gibt es einen Zeitplan?

14.07.2008, 11:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Minister Oliver Wittke am Bahnhof Capelle.

Minister Oliver Wittke am Bahnhof Capelle.

"Allerdings nur, wenn anschließend auch gebaut wird." Die Strecke Lünen/Münster habe wichtige Zubringerdienste für den geplanten Rhein-Ruhr-Express, und dieser habe für die NRW-Regierung oberste Prioriät.

Noch nicht im Investitionsplan 

Einen Zeitpunkt der Verwirklichung konnte der Minister aber nicht mitteilen. Die Strecke steht für die nächsten Jahre nicht im Investionsplan des Bundes. "Wenn der Zweckverband Münsterland zusichert, man wolle diese Strecke auch mehr bedienen, so wäre das Land bei der Finanzierung mit im Boot", so der Minister.

Denn Michael Geuckler vom Zweckverband hatte dem Minister bei dem Gespräch in Ascheberg mitgeteilt, man wolle diese Strecke mehr bedienen, da die Nachfrage vorhanden sei.

Die Zugfahrgäste müssen auch noch einige Zeit auf den barrierefreien Umbau des Bahnhofs in Capelle warten. "Wir haben für die nächsten fünf Jahre ein umfangreiches Programm zur Modernisierung von Bahnhöfen und Haltepunkten aufgelegt", so Minister Oliver Wittke.

Capeller Bahnhof fehlt auf der Liste der Modernisierungen

Der Bahnhof Capelle steht aber nicht auf der Liste. "Wenn der zweigleisige Ausbau der Strecke aber erfolgt, müssen wir auch die Bahnhöfe modernisieren." Dies gelte dann für alle Bahnhöfe entlang der Strecke. "Es bringt nichts, wenn wir einen Bahnhof barrierefrei haben, an einem anderen Haltepunkt der Kinderwagen aber getragen werden muss."

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