Kreisel am Ortseingang von Herbern: SPD sucht nach Alternativen

Kreisverkehr

Die CDU Ascheberg wünscht sich einen Kreisverkehr am Ortseingang von Herbern. Den Sozialdemokraten ist das „eine Idee zu früh“ – sie ziehen dennoch mit.

Herbern

23.09.2018, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ginge es nach der CDU, würde an der Kreuzung B54/Bockumer Straße ein Kreisverkehr entstehen.

Ginge es nach der CDU, würde an der Kreuzung B54/Bockumer Straße ein Kreisverkehr entstehen. © Vanessa Trinkwald

Bekommt Herbern einen neuen Kreisverkehr? Wie berichtet, stellte die CDU jüngst einen Antrag für den Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Ascheberg. Oberstes Ziel sei es, den Fahrzeugverkehr an der Kreuzung B54/Bockumer Straße/An Menses Mühle zu verlangsamen.

Eigentlich müssen Autofahrer, die aus Richtung Werne kommen, kurz vor der Ortschaft auf 70 herunterbremsen, dann kommt das Ortseingangsschild in Höhe Horn-Balsweg. Erlaubt sind ab hier nur noch 50 km/h. Besonders auf der Gefällstrecke Richtung Ortseingang würden Autofahrer aber oftmals zu schnell fahren.

SPD: „Planung nicht verengen“

Ein Kreisverkehr an dieser Stelle ist nicht zum ersten Mal im Gespräch, am Donnerstag (20. September) aber beauftragten die Politiker die Verwaltung, gemeinsam mit Straßen NRW Möglichkeiten für dessen Umsetzung auszuloten.

Dass der Kreisel kommt, ist damit aber noch nicht beschlossen – die SPD etwa könnte sich auch Alternativen vorstellen: „Das Ziel müsste es doch sein, eine vernünftige Verkehrsführung an dem Knotenpunkt hinzukriegen“, sagte etwa Elmar Hammwöhner. Und da gäbe es auch andere, kostengünstigere Möglichkeiten wie Verkehrsinseln.

Auch Parteikollege Michael Krieger, der an diesem Abend zum letzten Mal im Bauausschuss anwesend war (er verlässt das Gremium zum 1. Oktober), wollte sich nicht auf den Kreisverkehr festlegen. „Das ist eine Idee zu früh“, sagte er. Damit verenge man die Planung.

Kosten zu 50 Prozent mittragen

Nichtsdestotrotz sei die Machbarkeit eines Kreisels an dieser Stelle gegeben, sagte Verwaltungsmitarbeiter Christian Scheipers. „Das haben Vorplanungen ergeben.“ Voraussetzung sei bei einer solchen Abwägung, dass der Verkehr auf der Bundesstraße auch mit Kreisel gut fließen kann.

Mögliche Kosten bezifferte Scheipers mit etwa 600.000 Euro. Allerdings: Die Kosten, die für die Bockumer Straße anfallen würden, müsste die Gemeinde zu 50 Prozent mittragen. „Da sagt das Land, dass es dafür keine finanziellen Mittel hat.“

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