Klimaschutz in Ascheberg nimmt im kommenden Jahr noch mehr Fahrt auf

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Der Klimaschutz hat 2019 richtig Fahrt aufgenommen. Auch in Ascheberg. Nicht zuletzt dank des seit mehr als zwei Jahren aktiven Klimaschutzbeauftragten Martin Wolf. Das plant er für 2020.

Ascheberg

, 20.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Klimaschutz ist auch in einer ländlichen Gemeinde mit weitgehend intakter Umgebung ein wichtiges Thema. Das zeigt die Arbeit des Klimaschutzbeauftragten Martin Wolf. Seit Anfang 2017 bündelt er alle Aktivitäten der Gemeinde, die mit diesem Thema zu tun haben. Wir blicken zurück auf die Klimaschutz-Höhepunkte des ablaufenden Jahres und richten den Blick auf 2020.

Gut besuchtes Klimaforum schließt das Klima-Jahr 2019 ab

Mit einer großen, gut besuchten Veranstaltung, dem Klimaforum, geht das Jahr langsam zu Ende. „70 Besucher in einer Gemeinde wie Ascheberg, und das kurz vor Weihnachten, das ist wirklich ein Erfolg“, zieht Martin Wolf (29) ein Resümee vom Klimaforum am Mittwochabend. Bei der Podiumsdiskussion mit verschiedenen Protagonisten wurde eines laut Wolf klar: „Wir müssen die einzelnen Aktivitäten künftig noch besser vernetzen.“

Klimaschutz in Ascheberg nimmt im kommenden Jahr noch mehr Fahrt auf

Martin Wolf mit Broschüren aus seinem Tätigkeitsbereich. © Jörg Heckenkamp

Was tat sich noch in Sachen Klimaschutz 2019 in Ascheberg? Als guten Erfolg bezeichnet Wolf das Haus-zu-Haus-Projekt. Mithilfe verschiedener Partner hat ein Energieberater rund 200 Haushalte persönlich besucht und Tipps zum Energiesparen gegeben.

Vorzeigbar sei auch das Blühflächen-Projekt. Auf zehn größeren Flächen seien Blumen ausgesät worden. Und mittlerweile kamen noch viele kleinere Areale hinzu. Wolf: „Der Bauhof schaut selbst nach, wo er solche Blühflächen initiieren kann. Das finde ich ganz toll.“

Außerdem nahm Ascheberg an der Aktion Stadtradeln teil, die durch den Umstieg aufs Rad Co2 einsparen soll, sowie an der Klimaschutzwoche des Kreises Coesfeld. Drei Klima-Retter finden sich in einem Schuppen auf dem Parkplatz des Rathauses Ascheberg. Wolf: „Wir haben drei E-Bikes angeschafft. Für die kurzen Wege hier in der Gemeinde können sie öfter das Auto ersetzen.“

Stichwort Auto: Auch da soll es bald in der Verwaltung elektrisch zugehen. Die Anschaffung eines E-Dienstwagens ist eines der Projekte für 2020. Und was ist in den kommenden zwölf Monaten noch so geplant? Zum Beispiel im Mai einen Fahrradaktionstag Ascheberg, parallel zu der neuen Ausgabe des Stadtradelns.

Als Ausfluss aus dem Klimaforum am Mittwoch, 18. Dezember 2019, möchte Wolf ein Netzwerk initiieren. „Wir haben festgestellt, dass es viele einzelne Initiativen und handelnde Personen gibt. Die müssen wir besser miteinander vernetzen. Am besten so, dass nachher konkrete Projekte dabei herauskommen.“

Er will selbstverständlich die Energieberatung sowie zahlreiche Projekte fortführen. Und schließlich könnte das Thema Klimaschutz demnächst stärkeren Eingang in die Bauleitplanung bekommen. Wolf: „Das könnte ein Thema werden.“

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