Die Küche gehört nicht in den Wald: Hört endlich auf mit wilden Müllkippen!

dzMeinung: Klare Kante

Matratzen am Wegesrand, Sperrmüll auf dem Feld und eine Küche im Wald: In Ascheberg gibt es in der Corona-Krise viel mehr wilde Müllkippen trotz kostenloser Abgabestellen. Wie idiotisch ist das denn?

Ascheberg, Herbern

, 14.08.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wilde Ausmaße nehmen die wilden Müllkippen in der Gemeinde Ascheberg zurzeit an. Immer mehr Idioten kippen ihren Bauschutt, den Restmüll, die Kleidersammlung von Oma oder gleich eine ganze Wagenladung des Haushalts in die Natur.

Die Zahlen der illegalen Müllentsorgung haben in der Gemeinde Ascheberg seit dem Beginn der Corona-Krise deutlich zugenommen, wie Celina Jacob aus der Bauverwaltung der Gemeinde erklärt.

Wenn sie von extremen Fällen aus der Vergangenheit berichtet, hat man das Gefühl, dass es nichts gibt, was die Leute nicht einfach in die Landschaft kippen: eine ganze Küche, ein ausgeschlachteter Wohnwagen, Matratzen, Elektroschrott oder unzählige tote Fische aus einem umgekippten Teich.

Der Steuerzahler muss für wilde Müllkippen in Ascheberg mit bezahlen

Diese unverbesserlichen Idioten schaden dabei nicht nur der Umwelt, sondern auch die allgemeine Bürgerschaft. Denn der Steuerzahler zahlt diese Kriminalität mit, wenn der Verursacher nicht ausfindig gemacht und sein Fehlverhalten bezahlt werden kann. Der Bauhof der Gemeinde Ascheberg zahlt bei der Entsorgung der wilden Müllkippen also drauf. Und ist das Budget ausgereizt, wird dieser illegale Schwachsinn von der Allgemeinheit mitfinanziert.

Zudem bleiben andere Aufgaben, die der Bauhof mit seinen begrenzten zeitlichen und personellen Kapazitäten auch erledigen muss, liegen. Noch bescheuerter und unverständlicher wird dieses Verhalten aber, wenn man bedenkt, dass die Bürger der Gemeinde Ascheberg ihren Müll bei den Recyclinghöfen in Ascheberg und Herbern abgeben können. Und zwar kostenlos!

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Wo man andernorts den Grünschnitt pro Anhängerladung wiegt und dann streng nach Kilogramm abrechnet, ist das Ganze für die Bürger aus Ascheberg, Herbern und Davensberg umsonst. Denn: Hier gibt es unermüdliche ehrenamtliche Mitarbeiter, die diesen tollen Service überhaupt ermöglichen.

Auch Mitglieder aus den Vereinen aus den Ortsteilen der Gemeinde übernehmen im Wechsel an den Recyclinghöfen die Schicht. Wie makaber ist es denn dann bitte, wenn diese engagierten Bürger für die vereinzelten Idioten, die dennoch wilde Müllkippen verursachen, über die Steuergelder mit bezahlen müssen?

Tolles Angebot der ehrenamtlichen Helfer

Natürlich können die ehrenamtlichen Helfer an den Recyclinghöfen nicht die Öffnungszeiten anbieten wie an einer Abgabestelle, die gewerblich betrieben wird. Dennoch ist es ein tolles Angebot, das die Bürger doch auch nutzen sollten. Aber statt ihren Müll kostenlos am Samstag zwischen 10 und 12 Uhr zu den Recyclinghöfen zu bringen, kippen sie ihn lieber in die Natur. Wie idiotisch ist das bitte? Hört endlich auf damit!

Immer häufiger werden illegale Müllkippen in der Gemeinde Ascheberg gefunden. Die Corona-Krise zeigt auch hier Auswirkungen.

Immer häufiger werden illegale Müllkippen in der Gemeinde Ascheberg gefunden. Die Corona-Krise zeigt auch hier Auswirkungen. © Gemeinde Ascheberg

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