Jakobspilger holen sich Stempel in Herbern ab

HERBERN Claus-Thiemo Growe aus Holstein war bereits über 400 Kilometer gewandert, als er am 3. Mai 2007 in Herbern Station machte. Der Mann aus dem Norden war der erste Pilger, der die Stempelstelle der St.-Benedikt-Kirche ansteuerte, sich in das Gästebuch eintrug. Ihm sollten aber viele folgen.

von Von Anika Luckei

, 18.07.2008, 10:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pfarrer Rudolf Kruse zeigt stolz das Pilgerbuch der Stempelstelle in der St. Benedikt Kirche.

Pfarrer Rudolf Kruse zeigt stolz das Pilgerbuch der Stempelstelle in der St. Benedikt Kirche.

Von Blasen an den Füßen und den Strapazen des Weges. Aber auch von den vielen schönen Momenten ihrer Reise. So schreibt eine Pilgerin aus Lübeck: „Es sind die Begegnungen und Gesten wie in Herbern, die den Weg immer wieder leicht und schön machen.“ Dass sich die Jakobs-Pilger in Herbern gut aufgenommen fühlen, kann auch Pfarrer Rudolf Kruse bestätigen. „Die Menschen fühlen sich in unserem Ort wohl, beschreiben ihn oft als idyllisch.“

Der beliebte westfälische Jakobsweg von Osnabrück nach Wuppertal, führt auf etwa 15 Kilometer durch Forsthövel, Herbern und Horn. Von dort aus geht es nach Werne, wo eine Stempelstelle im Kapuzinerkloster eingerichtet ist, und nach Lünen. Auch hier können sich die Pilger an der Georgskirche einen Stempel holen.

„Die Stempelstellen werden immer beliebter“, sagt Ulrike Spichal von der Altertumskommission des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Und so überlegt Pfarrer Kruse, den Pilgern vielleicht bald neben dem Stempel auch das dazugehörige Pilgerheftchen (Kredenzial), anzubieten.  „Das ist bisher allerdings nur eine Idee, da man den Pass auch selbst bei Jakobusgesellschaften bestellen kann.“ Sinn macht der Pass für alle Pilger, die sich in Santiago de Compostela registrieren lassen wollen. Die Stempel im Pass beglaubigen, dass die letzten 150 Kilometer zu Fuß zurückgelegt worden sind. 

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