In Ascheberg können Kinder mit zahmen Alpakas schmusen

ASCHEBERG Normalerweise leben Alpakas in den südamerikanischen Anden. Doch auch im Münsterland findet man die wolligen Kameltiere. Genauer gesagt auf der Weide von Andrea Bolte in Ascheberg.

von Von Anika Luckei

, 22.07.2008, 18:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mona (7, r.) und Lea (7) bürsten Alpaka-Stute Kimberly.

Mona (7, r.) und Lea (7) bürsten Alpaka-Stute Kimberly.

Hier leben die Alpaka-Stuten Kimberly und Henja seit zwei Jahren. Aus ihrem weichen Fell kann die gelernte Damenschneiderin Andrea Bolte (45) Kleidungsstücke und Stofftiere herstellen. Doch die eigentliche Aufgabe der beiden Tiere ist die Arbeit mit Kindern. „Alpakas sind sehr friedliche Tiere und absolut ungefährlich.  Die Kinder können sogar mit ihnen schmusen“, erklärt Bolte.  

Fäden spinnen und Wolle färben

Und so kommen Kinder im Rahmen des OJA- Ferienprogramms auf den Hof an der Davensbergerstraße und verbringen ein bis zwei Tage mit den Tieren. Die Kinder bürsten und schneiden das Fell der Alpakas, lernen daraus Fäden zu spinnen und die Wolle zu färben. 

Therapie-Kamele

Manchmal kommen auch die Tiere zu den Kindern. „Ich war mit meinen Tieren im Atlantis-Feriencamp, habe dort auch mit behinderten Kindern gearbeitet. Schließlich sollen Kimberly und Henja mal richtige Therapie-Kamele werden. Bolte macht seit einem Jahr eine Ausbildung zu Therapeutin. „Auch die Tiere brauchen ein entsprechendes Zertifikat.“ In zwei Jahren soll es dann soweit sein.

Beruhigende Wirkung

Dann will Bolte mit der tiergestützten Therapie richtig loslegen. „Die Kinder lernen mit Ruhe und Geduld an die Tiere heranzugehen, werden mit einem Erfolgserlebnis belohnt, wenn die Tiere ihnen vertrauen“. Diese Form der Verhaltenstherapie eigne sich besonders für autistische oder hyperaktive Kinder. Doch bevor es soweit ist, soll erstmal Nachwuchs her. „Nächste Woche werden die Stuten gedeckt“, so Bolte.

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