Öffentliche Flächen werden oftmals als Hundeklo benutzt - auch in Herbern. Widerlich, findet unsere Autorin das. © picture alliance / dpa
Meinung

Hundekot-Problem in Herbern: Macht gefälligst diese Haufen weg!

Wege und Flächen, die zu Hundeklos verkommen: Noch widerlicher als die Hinterlassenschaften selbst, ist das Verhalten manch eines Hundehalters. Erst recht, wenn man ihn auf das Dilemma anspricht. Ein Kommentar.

Von Friedrich II. dem Großen stammt ein schöner Ausspruch: „Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen.“ Vorwegschicken möchte ich eines: Ich mag Hunde; ich mag Hunde sehr. Das Problem sind hier auch nicht die Hunde, sondern ihre Herrchen und Frauchen. Viele Wege und Wiesen in Herbern sind inzwischen zu reinen Hundeklos verkommen.

Selbst ein gut erzogener Hund muss irgendwann und irgendwo einmal sein großes Geschäft verrichten. Auf das Irgendwann hat der Hundehalter vielleicht nicht den größten Einfluss, aber auf das Irgendwo durchaus. Muss ich meinen Hund mitten auf den Gehweg kacken lassen? Na gut; kann passieren. Die Hinterlassenschaft dann aber nicht zu entsorgen, ist asozial, widerlich und ganz ohne Anstand.

Windel dabei – Kotbeutel nicht: Von wegen Familienmitglied

Bello kann da nix für. Der macht das, was ihm Herrchen oder Frauchen beibringen. Da zählt auch die Ausrede nicht: Tüte vergessen. Wenn ich mit meinem Kind unterwegs bin, denke ich an Schnuffeltuch, Schnuller und Windeln, weil sich der Nachwuchs nun mal, solange noch nicht trocken, in die Buchse macht.

Der Hund, den ja alle Halter immer als Familienmitglied bezeichnen, genau diesen Hund lassen sie dann einfach auf den Gehsteig oder eine von Kindern als Spielfläche genutzte Wiese kacken und machen das nicht weg, weil man angeblich eine Tüte vergessen hat oder einfach keinen Bock hat, in den Kot zu greifen?!

Sorry. Andere Menschen haben diese anschließend unter den Schuhen, den Reifen von Bobbycar und Kinderwagen. Von den Gemeindemitarbeitern, die den Rasen mähen und den Hundekot hinterher mühsam aus dem Schneidwerk kratzen dürfen mal ganz abgesehen.

Mein aktuelles Highlight an dem Pättchen an der Hombrede war die Antwort eines mittelalten Herrchens, der Strolchi sein Geschäft machen ließ und keine Anstalten machte, dieses zu entsorgen: „Warum sollte ich, hier liegt doch schon genug?“

Manchmal bin selbst ich sprachlos. Auf meine Frage, wann ich denn mein Geschäft mal in seinem Wohnzimmer verrichten dürfte, meinte er lapidar: „Blödes Öko-Weibervolk.“ Liebe Hundebesitzer: Macht doch die Hinterlassenschaft eurer Vierbeiner weg. Das ist widerlich und einem fröhlichen Miteinander nicht zuträglich.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Seit fast 30 Jahren ist Herbern nun unser Zuhause und seit gut vier Jahren darf ich über meinen zweiten Herzensort berichten. Ich habe einen großartigen Job als freie Mitarbeiterin, der den eigenen Horizont um ein Vielfaches erweitert.
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Claudia Hurek

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