Rund um Ostern sind die Termine für Schnelltests in den Testzentren in Ascheberg ausgebucht. Aufgrund der hohen Nachfrage zu den Feiertagen werden die Öffnungszeiten nun ausgeweitet. © dpa
Corona-Schnelltestzentren

Hohe Nachfrage nach Schnelltests in Ascheberg zu Ostern: Öffnungszeiten werden erweitert

Ausgebucht! Wer sich in der Gemeinde Ascheberg zu Ostern testen lassen will, geht aktuell leer aus. Deshalb gibt es nun neue Öffnungszeiten in einigen Testzentren, in denen Tests noch möglich sind.

Mit Sicherheit zum Osterbrunch mit der Familie – das wünschen sich offenbar viele Bürger und Bürgerinnen aus der Gemeinde Ascheberg. Viele haben sich für einen Corona-Schnelltest zu den Feiertagen angemeldet. An Karsamstag (3. April) etwa gibt es zurzeit keinen einzigen, freien Termin mehr in den Teststationen der Gemeinde.

Aufgrund der hohen Nachfrage reagieren nun auch die Verantwortlichen aus dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Coesfeld. „Wo es nur irgendwie möglich ist, werden wir die Öffnungszeiten in unseren Testzentren erweitern“, erklärt Christoph Schlütermann, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Coesfeld.

Testzentrum in Herbern auch an Oster-Feiertagen geöffnet

Demnach wird das Testzentrum im Jochen-Klepper-Haus in Herbern mithilfe von ehrenamtlichen Mitarbeitern doch die Türen zu Ostern öffnen: Karfreitag von 10 bis 13 Uhr, Ostersonntag und Ostermontag von jeweils 11 bis 15 Uhr. Dabei betont Schlütermann, dass es in diesem Testzentrum keine Terminvergabe für die Tests gibt, man sich allerdings vorab online registrieren muss. Ansonsten kann kein Schnelltest durchgeführt werden.

Man sollte sich ebenso spätestens 30 Minuten vor dem Ende der Öffnungszeiten im Testzentrum einfinden, rät Schlütermann. Er rechnet mit einer weiter steigenden Nachfrage nach den Schnelltests. „Wahrscheinlich lassen sich Wartezeiten am Testzentrum nicht vermeiden.“

Vor allem vor den Osterfeiertagen haben deutlich mehr Bürger und Bürgerinnen die insgesamt 32 Testzentren des DRK im Kreis aufgesucht. Aktuell zählt man etwa 30.000 Registrierungen, wovon mehr als 10.000 in den vergangenen zehn Tagen eingegangen seien. So habe man sich kurzfristig entschieden, die Kapazitäten in den Testzentren zu erweitern. Für Herbern bedeutet dies: etwa 200 bis 300 Tests am Tag statt etwa 150 (40 bis 50 Tests pro Tag).

Apotheke öffnet Karfreitag

Auch die Verantwortlichen der Brunnen-Apotheke haben sich kurzfristig dazu entschlossen, weitere Termine für Schnelltests anzubieten. So öffnet die Apotheke sogar an Karfreitag. Von 9 bis 18.30 Uhr werden dann Tests angeboten. Während zunächst im 5-Minuten-Takt getestet wird, erhöhen die Verantwortlichen die Taktung ab 14.30. Uhr. Dann sind Tests im 3-Minuten-Takt geplant, wie Dr. May Susanne Töpfer erklärt. Zunächst hatten die Verantwortlichen überlegt, die Öffnungszeiten am Samstag in den Nachmittag zu verlängern. Doch daraus wird aus personellen Gründen doch nichts.

Wie in der Brunnen-Apotheke sind auch in der Bären-Apotheke in Ascheberg alle Termine für Schnelltests an Gründonnerstag oder Karsamstag ausgebucht. „Die Nachfrage ist seit einigen Tagen sehr, sehr groß. Deshalb kommt ein Mitarbeiter auch extra, um am Samstag Tests anzubieten“, erklärt Julia Wohlgemuth von der Bären-Apotheke. Von 8 bis 13 Uhr werden Tests durchgeführt, die Termine sind allerdings längst vergriffen.

Darüber hinaus sind hier zurzeit keine zusätzlichen Öffnungszeiten und Termine für Schnelltests geplant. „Dass sich die Bürger testen lassen, ist sehr zu begrüßen“, sagt Wohlgemuth. Wer keinen Termin für einen Schnelltest ergattern konnte, kann sich selbst daheim testen. „Die Nachfrage nach Laientests zieht auch stark an. Diese Tests sind von der Aussagefähigkeit vergleichbar mit denen in den Testzentren“, sagt die Apothekerin.

79 positive Testergebnisse

Mit einem Test kann man sich nicht nur mit gewisser Sicherheit zu Ostern mit der Familie treffen, sondern kann auch mögliche Infektionsketten durchbrechen. Liegt ein positiver Schnelltest vor, begibt sich die Person sofort in Quarantäne. Es wird ein PCR-Test durchgeführt. Ist dieser auch positiv, wird dies an das Kreisgesundheitsamt gemeldet und es können mögliche Kontaktpersonen ermittelt werden.

Allein bei den DRK-Testzentren im Kreis gab es 79 positive Testergebnisse – davon 0 in Herbern (Stand 30. März). „Die Bürger kommen ohne Symptome zu uns. Sie wissen also nicht, wenn sie infiziert sind. Wenn sie ein positives Testergebnis haben, wird verhindert, dass diese Personen andere anstecken“, erklärt Christoph Schlütermann.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek
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