Grundschulen in Ascheberg rechnen mit Schüleranstieg um 17,3 Prozent

dzSchulen in Ascheberg

Die Zahlen der Grundschüler in der Gemeinde Ascheberg werden in den kommenden Jahren wohl steigen. Deshalb hat das Schulamt entschieden, ab dem Schuljahr 2020/21 an allen Schulen pro Jahrgang zu unterrichten.

Ascheberg, Herbern

, 16.06.2020, 14:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gemeinde Ascheberg geht davon aus, dass die Zahl der Grundschulkinder in Ascheberg, Davensberg und Herbern bis zum Schuljahr 2025/26 um 17,32 Prozent ansteigt. Im noch aktuellen Schuljahr 2019/2020 gibt es laut Einwohnermeldeamt an den Schulstandorten Ascheberg, Davensberg und Herbern 560 Schüler in den ersten bis vierten Klassen.

Zum Schuljahr 2025/2026, so die Prognose, sollen es insgesamt 657 sein. Hinzu kommt, dass die Gemeinde durch das Baugebiet Hemmen in Davensberg mit zusätzlichen Schülern an den Standorten Davensberg und Ascheberg rechnet.

Darum ist der Schritt in Davensberg notwendig

Um also in den kommenden Jahren adäquaten Unterricht in überschaubaren Klassengrößen an den Schulen anbieten zu können, plant die Gemeinde, auch am Standort Davensberg der Lambertusschule in diesem Sommer den jahrgangsbezogenen Unterricht wieder einzuführen. Dafür werden die Klassen zum kommenden Schuljahr am Standort Davensberg neu aufgeteilt.

Diesen Schritt hatte die Schulkonferenz bereits am 7. Mai beschlossen. Im Schulausschuss in der vergangenen Woche wurde das Ergebnis dann bekannt gegeben.

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Andrea Blanke vom Schulamt der Gemeinde Ascheberg erläuterte, dass ein Festhalten an der bisherigen jahrgangsübergreifenden Beschulung (JüL) von Erst- bis Viertklässlern in Davensberg dazu führen würde, dass im Jahr 2022/2023 sowie dem darauffolgenden Schuljahr vier Klassen nötig wären, bevor die Schule im Jahr darauf wieder dreizügig würde. Das hätte zur Folge, „dass die JüL-Klassen neu aufgeteilt werden müssten“, so Blanke in ihrer Präsentation im Schulausschuss.

Auch eine Beschulung von einigen Davensberger Kindern am Standort Ascheberg sei nach Einschätzung des Schulamtes nicht sinnvoll gewesen, da die Klassen in Ascheberg selbst bereits sehr voll seien.

Durch die Rückkehr des jahrgangsbezogenen Lernens könnten nun große Klassen in Davensberg vermieden und die Vierzügigkeit in Ascheberg gesichert werden, was für die Neukonzeption des Standortes Ascheberg wichtig sei, so Blanke.

Jahrgangsübergreifendes Lernen sichert Standort Davensberg

An der Marienschule in Herbern wird es ab dem Schuljahr 2021/2022 drei Klassen geben, bevor die Schule den aktuellen Prognosen zufolge zum Schuljahr 2024/2025 für voraussichtlich zwei Jahre wieder zur Zweizügigkeit zurückkehrt. Am Standort Ascheberg wird es ab dem Schuljahr 2021/2022 durchgängig vier Klassen geben. Am Standort Davensberg seien die Räume für eine Umstellung auf den jahrgangsbezogenen Unterricht gegeben, so Andrea Blanke.

Damit geht das jahrgangsübergreifende Lernen, das zum Schuljahr 2013/2014 sukzessive an den Start ging, mit den aktuellen Sommerferien zu Ende. Dieses war ursprünglich eingeführt worden, um den Standort Davensberg zu sichern.

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„Toll ist einfach, dass der jahrgangsübergreifende Unterricht dazu geführt hat, dass wir die Grundschule am Standort Davensberg halten konnten. Das ist wichtig, um einen Ort für Menschen attraktiv zu machen. Das Ergebnis war, dass sich wieder mehr Menschen für Davensberg interessiert haben. Das war damals die richtige Entscheidung. Das hat dazu geführt, jetzt auch zu sagen, dass wir wieder jahrgangsbezogen unterrichten können“, sagt Andrea Blanke.

Für den Standort Ascheberg hat es im September 2019 erstmals Gespräche mit einem Planungsbüro gegeben, das mit einer Machbarkeitsstudie zu der Frage „Was braucht man für eine vierzügige Schule?“ in Sachen Raumkonzept beauftragt wurde. Auch mit Blick auf Angebote wie die Übermittagsbetreuung und den Offenen Ganztag. Erste Ergebnisse erwartet die Gemeinde Ascheberg Ende des Jahres.

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Ab Freitag (5. Juni) ist das Hallenbad in Herbern wieder für Besucher geöffnet. Allerdings gelten besondere Schutzmaßnahmen für den Schwimmbadbesuch - auch eine telefonische Anmeldung ist nötig.

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