Für das Gewerbegebiet Südkamp rollen die Bagger

Bauarbeiten

Die Erschließungsarbeiten für das Gewerbegebiet Südkamp und die Vergrößerung des Regenrückhaltebeckens an der Kläranlage wurden vergeben. Mit dem Bau wird diese Woche begonnen.

von Julian Reimann

Herbern

, 13.12.2018, 05:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für das Gewerbegebiet Südkamp rollen die Bagger

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus (li.), Christian Scheipers (Tiefbauamt der Gemeinde Ascheberg, 2. v. li.) und Klaus van Roje (Ascheberger Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH, 2. v. re.) präsentieren die Planungen für das Gewerbegebiet Südkamp. © Julian Reimann

Der erste Bagger steht bereits auf der 3 Hektar großen Fläche, die ab kommendem Jahr Platz für neue Firmen bieten soll. Von der Woche ab dem 10. Dezember bis spätestens Juli kommenden Jahres sollen die Erschließungsarbeiten des Gewerbegebietes Südkamp durch die Baufirma Stricker aus Dortmund durchgeführt werden.

Dazu gehören vor allem Straßen- und Kanalbauarbeiten, bevor die Bewerber für die Flächen mit dem Bau des eigenen Standortes beginnen können. Knapp 5000 Quadratmeter fallen dadurch alleine für Verkehrsflächen, Baustraßen und Gehwege weg. Zudem werden in den kommenden Monaten Versorgungsleitungen für Wasser, Gas und Strom gelegt. Die Kosten belaufen sich auf rund 465.000 Euro.

Erweiterung nach Osten


Die Erschließung des Gewerbegebietes sieht zusätzlich eine Besonderheit vor: Die Gemeinde Ascheberg und die Ascheberger Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (AGEG) planen bereits eine Erweiterung des Gewerbegebietes nach Osten. Dort befindet sich weiteres, unbebautes Land, das den hohen Anfragen nachkommen soll.

Insgesamt 27.000 Quadratmeter kann die Gemeinde bisher nach der Erschließung an Bewerber vergeben. Der Bedarf nach Anmeldungen für das Gewerbegebiet liegt allerdings momentan bei 39.000 Quadratmetern. Auch ist noch nicht klar, wie viele Bewerber am Ende ein Grundstück bekommen können. Die gesamte Fläche wurde noch nicht endgültig aufgeteilt, weshalb die Bewerber frei in der Wahl der Grundstücke und der jeweiligen Größe sind.

Arbeitsplätze schaffen


Neben der zukünftigen Vergrößerung des Gewerbegebietes werden deshalb verschiedene Kriterien bei der Vergabe der Grundstücke beachtet. „Wir schauen bei den Unternehmen vor allem auf die wirtschaftliche Perspektive für den Standort“, so Bürgermeister Dr. Bert Risthaus. Wichtig sei ihm zudem die Zahl der entstehenden Arbeitsplätze aber auch der Bezug zu Herbern und Ascheberg. Klaus van Roje von der AGEG konnte bestätigen, dass der Großteil der Bewerber momentan aus Herbern kommt.

Laut van Roje liegt der momentane Kaufpreis pro Quadratmeter bei 48 Euro, den die Bewerber zu entrichten haben. Darin enthalten ist allerdings bereits die gesamte Erschließung mitsamt Straßen, Kanälen und Straßenbeleuchtungen. „Wenn die Grundstücke vergeben sind, beginnt eine zeitliche Bauverpflichtung von 18 Monaten“, erklärt van Roje weiter. Es werde großer Wert darauf gelegt, dass die Bebauung der Grundstücke zügig erfolgt.

Neben der Erschließung des Gewerbegebietes erfolgt zeitgleich die Vergrößerung des Regenrückhaltebeckens an der Kläranlage, nördlich vom Gewerbegebiet Südkamp. „Bisher war das Becken nicht groß genug“, erklärt Christian Scheipers vom Tiefbauamt der Gemeinde Ascheberg. „Deswegen wird es jetzt um 25 Meter in westliche Richtung erweitert.“ Die Baukosten belaufen sich hier auf knapp 321.000 Euro.

Lesen Sie jetzt