Finanzbeamter erklärt die elektronische Steuerkarte

Alte Karte hat ausgedient

ASCHEBERG "Es war einmal ..." Mit diesen Worten, die sonst Märchen einleiten, weist das Finanzamt auf das Ende der guten alten Lohnsteuerkarte hin. Denn die Zukunft der Steuerkarte ist elektronisch. Wilhelm Wortmann vom Bürgerbüro des Finanzamtes Lüdinghausen, beantwortet Redakteur Matthias Münch dazu wichtige Fragen.

24.11.2010, 16:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er wendet sich unter Angabe seiner Identifikationsnummer an sein Wohnsitz-Finanzamt. Das stellt dann eine Ersatzbescheinigung aus. Die Identifikationsnummer hat jeder vor zwei bis drei Jahren erhalten.

Ja, zur Überprüfung ist die Angabe der Identifikationsnummer nötig. Bei persönlicher Vorsprache im Finanzamt ist zur Ausstellung der Ersatzbescheinigung die Vorlage eines Identitätspapiers (z. B. Personalausweis) nötig.

Nein, in diesem Ausnahmefall kann der Arbeitgeber die Steuerklasse I unterstellen. Hierzu ist erforderlich, dass der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber seine Identifikationsnummer mitteilt und eine Erklärung zur Eigenschaft als Berufseinsteiger abgibt.  

Ja, man kann die Lohnsteuerkarte nach Vorlage der Geburtsurkunde direkt vom Finanzamt ändern lassen.  

Die Arbeitnehmer müssen die Steuerkarten 2010 vom Arbeitgeber anfordern und sie dann beim Finanzamt ändern lassen.  

Ja. Nur falls die Steuerkarte mit einer Lohnsteuerbescheinigung vom alten Arbeitgeber versehen ist, muss eine vom Finanzamt ausgestellte Ersatzbescheinigung in der neuen Firma vorgelegt werden.

Das Trennungsdatum ist dem Finanzamt mitzuteilen. Auf Antrag können die Lohnsteuerkarten 2010 für 2011 vom Finanzamt geändert werden. Ein Steuerklassenwechsel ist nur auf Antrag beider Ehegatten zulässig.

Dann ist für das Jahr 2011 eine Änderung der Steuerklasse notwendig. Die Steuerklassen III/V oder IV/IV sind nicht mehr zulässig. Das Finanzamt benötigt die Steuerkarten beider Ehegatten um die zutreffende Steuerklasse I oder II einzutragen.

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