Elektroauto für Gemeindeverwaltung Ascheberg: Mitarbeiter sollen mit gutem Beispiel voran gehen

Angebot in Ascheberg

Zeichen für den Klimaschutz: Die Gemeinde Ascheberg geht mit gutem Vorbild voran und besitzt nun ein Elektroauto. Dies können die Mitarbeiter der Verwaltung nun für Dienstfahrten nutzen.

von Marion Schnier

Ascheberg

, 08.03.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Gemeinde Ascheberg geht mit gutem Vorbild voran und besitzt nun ein Elektroauto für Dienstfahrten. Darüber freuen sich (v.r.) Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, Thomas Stohldreier, Leiter Fachbereich Ordnung und Soziales, und Klimaschutzmanager Martin Wolf.

Die Gemeinde Ascheberg geht mit gutem Vorbild voran und besitzt nun ein Elektroauto für Dienstfahrten. Darüber freuen sich (v.r.) Bürgermeister Dr. Bert Risthaus, Thomas Stohldreier, Leiter Fachbereich Ordnung und Soziales, und Klimaschutzmanager Martin Wolf. © Marion Schnier

136 PS stark, 100 kWh und eine Ein-Gang-Automatik - das sind die Daten des neuen Dienstwagens der Gemeinde Ascheberg. Das Besondere daran ist, dass es sich hierbei um ein Elektroauto handelt.

Seit Dienstag, 3. März, können die Mitarbeiter der Verwaltung erstmalig ihre Dienstfahrten mit einem schwarzen eGolf erledigen. Bürgermeister Dr. Bert Risthaus freut sich: „Der Wagen ist sehr wirtschaftlich. 18 Cent pro Kilometer statt bisher 30 Cent Verbrauch, das ist eine gute Preisersparnis.“

Schulung für die richtige Nutzung des Elektroautos

Damit auch allzeit eine gute Fahrt mit dem neuen Wagen gesichert ist, erhalten die Fahrer eine interne Schulung durch das Team der Abteilung von Helmut Sunderhaus, Allgemeine Verwaltung und Organisation.

Schon der Start des Wagens ist anders, denn es entsteht kein Motorengeräusch. Ungewohnt wird es auch für einige Fahrer sein, dass der Wagen sehr schnell beschleunigt und mit einer Automatik ausgestattet ist. Geübt werden muss auch die Aufladung. Mit einer Tankkarte kann der Wagen an der bereits bestehenden öffentlichen Elektrosäule auf dem Rathausparkplatz aufgeladen werden.

Reichtweite von bis zu 235 Kilometern

Unterwegs funktioniert die Tankkarte auch an Stromtanksäulen im gesamten Kreis Coesfeld. Das „voll aufgetankte“ Auto hat dann eine Reichweite von 170 bis 235 Kilometer. Die Kapazität der Batterie beträgt 26 bis 39 kWh. Der Verbrauch des Wagens beläuft sich auf 15,3 kWh bei 100 Kilometern. Im Fahrbetrieb ist das Fahrzeug lautlos und ohne Ausstoß von Kohlendioxid.

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Die Anschaffung des neuen Dienstwagens plante der Klimaschutzmanager der Gemeinde, Martin Wolf, mit. Gemietet wurde das Fahrzeug von der Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH (GFC), zunächst bis zum 14. Januar 2024. Unterstützt wird die neue alternative Antriebsform durch Fördergelder des Landes NRW aus dem Fond „progres.nrw“.

Eigene Ladestationen nutzen

Der neue Dienstwagen ersetzt den bisherigen Ford Focus. Für Langstrecken wird es weiterhin einen „Benziner“ geben. „Wir möchten gerne ein Vorbild für unsere Gemeinde sein“, erklärt Thomas Stohldreier, Fachbereich Ordnung und Soziales.

„Viele Bürgerinnen und Bürger besitzen Eigentum. Es besteht für sie die Möglichkeit, eine eigene Ladestation zu nutzen“, so Stohldreier. Aufgrund der steigenden Nachfragen sollen aber zu den bisherigen öffentlichen Ladestationen in der Gemeinde Ascheberg noch weitere „Tankstellen für E-Autos“ eingerichtet werden.

Tanksäulen für E-Autos gibt es bereits

Tanksäulen in der Gemeinde gibt es im Augenblick in Davensberg, Hotel Clemens-August, Burgstraße 54, und in Herbern, Ascheberger Straße 22, Autohaus Büscher. Weiterhin wird es in Zukunft von der Gemeinde einen Arbeitskreis „Mobilität“ geben, bei dem die Möglichkeit besteht, dass sich Bürger über Elektroautos informieren und austauschen können.

Der bereits bestehende Arbeitskreis „Carsharing“ wurde von den Bewohnern der Gemeinde mit Interesse besucht. Bereits 25 Personen möchten dieses Angebot nutzen. Der geplante Fahrzeugpark könnte sogar auch durch ein Lasten-Elektro-Fahrrad erweitert werden. „So können wir alle zum Klimaschutz beitragen“, erklärt Stohldreier.

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