Ein Ascheberger legte Berufung ein, nachdem er wegen Körperverletzung verurteilt worden war. © Pixabay

Ein Faustschlag aus Notwehr: Ascheberger zieht erneut vor Gericht

Nachdem er in erster Instanz wegen Körperverletzung verurteilt worden war, legte ein 45-jähriger Ascheberger Berufung gegen das Urteil ein. Nun wurde am Landgericht Münster neu verhandelt.

Nach einer Auseinandersetzung in einer Kneipe in Selmenhorst war ein 45-jähriger Ascheberger in erster Instanz wegen Körperverletzung verurteilt worden. Er legte Berufung ein – und sprach vor dem Landgericht Münster nun von Notwehr.

Das war passiert: In besagter Kneipe, so der ursprüngliche Vorwurf, waren zwei alkoholisierte Gäste im Herbst 2018 aneinandergeraten. Es kam zu wechselseitigen Fausthieben und ein Mann wurde verletzt. Dieser erstattete danach offenbar Anzeige gegen den Ascheberger, der dann im August vom Amtsgericht Ahlen wegen Körperverletzung zu 1000 Euro Geldstrafe verurteilt wurde.

Ascheberger wollte nur schlichtend eingreifen

Das wollte er so nicht akzeptieren. Der 45-Jährige legte Rechtsmittel ein. Nun wurde der Fall von einer Berufungskammer des Landgerichts Münster neu aufgerollt. Der Ascheberger schilderte, dass der spätere Geschädigte eine aggressive Auseinandersetzung mit einem seiner Bekannten gehabt habe und er selbst nur schlichtend habe eingreifen wollen. In dem Moment habe ihn der Andere attackieren wollen und er habe sich mit dem Faustschlag gewehrt.

Nach der Einlassung hörte die Kammer sechs Zeugen, die alleine schon wegen des Zeitablaufs unterschiedliche Versionen lieferten. Die Notwehr-Version des Aschebergers ließ sich am Ende nicht widerlegen. Er wurde freigesprochen.

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