Carsharing für Ascheberg: So teuer ist es und so funktioniert das Teilen der Autos

dzMobilitätskonzept Ascheberg

Die Gemeinde Ascheberg soll ab 2020 ein Carsharing bekommen. Auch in ländlichen Regionen rentiert sich solch ein Angebot, heißt es. Doch wie viel kostet eine Fahrt mit dem Carsharing-Fahrzeug?

Ascheberg, Herbern

, 06.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einmal die Woche zum Supermarkt, einmal im Monat zum Baumarkt oder einmal im Jahr an die Nordsee. Viele Menschen brauchen nur selten ihr eigenes Auto. Die Kosten für Sprit, Versicherung und möglicherweise Leasingrate bezahlen sie trotzdem.

Eine Alternative zum eigenen Auto kann aber auch Carsharing sein. Es ist vor allem dann interessant, wenn man nur gelegentlich ein Fahrzeug braucht. Ein Auto zu teilen, statt es zu besitzen, kann nicht nur kostengünstiger sein, sondern auch umweltfreundlicher.

Gemeinde Ascheberg plant Carsharing für 2020

Die Gemeinde Ascheberg plant im Zuge des Mobilitätskonzeptes ein Carsharing-Angebot, das im kommenden Jahr eingerichtet werden soll. Als Kooperationspartner möchten die Verantwortlichen das Unternehmen „teilAuto“ gewinnen, das bereits Erfahrung mit Carsharing in ländlichen Gebieten vorweisen kann.

Das Unternehmen, das 1992 als Verein gestartet ist, zählt nach eigenen Angaben heute etwa 38.000 Privat- und Geschäftskunden. Mehr als 1000 Fahrzeuge stehen in 20 Städten zur Verfügung.

Tarife für Gelegenheits- und Vielfahrer

Die Kosten für das Carsharing staffeln sich bei „teilAuto“ in unterschiedliche Tarife für Privatkunden. Es gibt verschiedene Preise für Gelegenheits- und Vielfahrer. Ein Beispiel: Im Starttarif gibt es eine monatliche Grundgebühr, aber einen einmaligen Startpreis von 25 Euro.

Für eine Kurzfahrt (zweieinhalbstündige Nutzung und 15 Kilometer) bezahlt der Nutzer für einen Kleinwagen 9,84 Euro. Für eine Wochenendfahrt (zwei Tage, 250 Kilometer) zahlt man 120,52 Euro.

Kosten werden nach Zeit und Kilometern abgerechnet

Zum Vergleich: Im Vielfahrer-Tarif gibt es eine monatliche Gebühr von 30 Euro. Für die beschriebene Kurzfahrt bezahlt der Nutzer 6,56 Euro, für die Wochenendfahrt 80,34 Euro. Bis zu vier Tarifpartner, also Familienmitglieder oder Freunde, können ebenso über den Vertrag ein Carsharing-Fahrzeug mieten. Die Kosten werden nach Zeit und gefahrenen Kilometern berechnet.

Sie verstehen sich inklusive Tankkosten (außer Premiumsprit und Stromkosten für das Zwischenladen bei Elektrofahrzeugen) und Autoversicherung. Rabatt gibt es unter anderem für Studenten, ADFC-Mitglieder oder Abonnenten von Monats- und Jahreskarten des Öffentlichen Nahverkehrs.

Jetzt lesen

Auto muss zur Ausgangsstation zurückgebracht werden

Das Carsharing-Angebot von „teilAuto“, das es ab 2020 auch in der Gemeinde Ascheberg geben soll, soll für jeden verständlich und leicht in den Alltag integrierbar sein, erklärt Simone Böhnisch, Pressesprecherin der Gemeinde Ascheberg.

Der Nutzer kann ein Fahrzeug über die App, die Internetseite von „teilAuto“ oder telefonisch buchen. Über eine App oder eine Kundenkarte lässt sich das Fahrzeug dann öffnen. Nach der Nutzung muss der Fahrer das Auto wieder zur Ausgangsstation zurückbringen.

Nutzer muss eventuell Tank auffüllen

Ist weniger als ein Viertel der gesamten Füllung im Tank, muss der Nutzer das Auto tanken. Einen Schadensfall muss er natürlich melden. Die Selbstbeteiligung beträgt bei Privatkunden maximal 1500 Euro. Sie kann durch den Abschluss eines Sicherheitspaketes reduziert werden.

Jetzt lesen

Wo genau das Carsharing künftig in der Gemeinde Ascheberg als Alternative zum eigenen Auto angeboten wird, ist noch unklar. Mit einer Befragung möchten die Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung herausfinden, wie der Bedarf ist. Mindestens ein Kleinfahrzeug soll es ab 2020 geben.

In welchem Ortsteil - Ascheberg, Herbern, Davensberg - wird dann auch nach Bedarf entschieden, erklärt Böhnisch. Ob man sich dann für Auto oder Autos mit Elektrobetrieb oder einem Verbrennungsmotor entscheidet, wird nach der Auswertung der Befragung entschieden. Eine Tankstelle für ein Elektroauto gebe es zumindest am Rathaus in Ascheberg.

Carsharing für Ascheberg: So teuer ist es und so funktioniert das Teilen der Autos

Carsharing soll es ab dem kommenden Jahr auch in der Gemeinde Ascheberg geben. Als Kooperationspartner soll „teilAuto“ einsteigen, der sich auf Carsharing-Angebote im ländlichen Raum spezialisiert hat. © teilAuto.net

Lesen Sie jetzt
Dorstener Zeitung Eheschließung in Ascheberg
Hochzeit an Schnapszahl-Datum ist im Februar mehrfach möglich: Wie beliebt ist es in Ascheberg?