Bürgermeister Stohldreier erklärt Bildung zu einem seiner Hauptthemen

dzPolitik in Ascheberg

Bildung, Nachhaltigkeit, Wirtschaftsförderung in der Coronakrise: Thomas Stohldreier hat nach seiner Amtseinschwörung eine breite Palette von Themen vorgestellt, die er in den kommenden Jahren angehen will.

Ascheberg, Herbern

, 18.11.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ich freue mich, in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten und Jahren, in dieser Legislaturperiode gemeinsam mit ihnen wirken zu können“, erklärte Thomas Stohldreier, der am Dienstagabend (17. November) coronabedingt in der Sporthalle der Ascheberger Profischule in sein Amt eingeschworen wurde. Nach einigen Worten des Dankes an die Anwesenden stellte der neue Bürgermeister dann auch seine Pläne für die kommenden Jahren vor. „Ich habe gemeinsam mit Ihnen ganz viel vor“, so Stohldreier.

Und präsentierte dabei einen ganzen Blumenstrauß an Themen: „Ich denke da an die Platzgestaltung des Vollsortimenters am Eschenplatz, ich denke aber auch an die Investitionen in die Bildung, die Zusammenlegung der Profilschule, den neuen Campus. Das ist eine ganz, ganz wichtige Investition, die wir hier in den nächsten Jahren tätigen.“

Stohldreier: „Ich denke auch an die Grundschulen mit den Übis [Übermittagsbetreuungen, Anm. d. Red.], die wir zum Offenen Ganztag weiterentwickeln. An das neue Feuerwehrgerätehaus in Herbern, da werden wir ein ganz verlässlicher Partner des Ehrenamtes hier vor Ort sein und dem zur Seite stehen. Sie setzen uns das Sahnestück auf die Torte.“ Darüber hinaus kündigte Stohldreier an, sich mit Jugendvereinen wie den Messdiener, der Jugend-DRK oder der OJA austauschen zu wollen, um diese mit in politische Prozesse einzubeziehen.

Stohldreier hebt Schulen, Kitas und Wirtschaftsförderung hervor

Ein Thema, auf das Stohldreier dann noch einmal besonders zur Sprache kam: das Thema Bildung: Schulen und Kitas sollen künftig in einer Fachgruppe zusammengelegt werden, so Stohldreiers Wunsch, um „Bildung aus einer Hand“ zu ermöglichen. Und um die „Übergänge von Kita und Schule noch besser beraten und entscheiden zu können“, so Stohldreier.

Ein weiteres Thema: die Corona-Pandemie und deren Folgen für die Wirtschaft in Ascheberg, Davensberg und Herbern. „Die Pandemie stellt einige Unternehmen vor riesige Herausforderungen. Gott sei Dank haben wir Unternehmen, denen es weiterhin gut geht. Diese wollen sich erweitern und diese sind an dieser Stelle auch erforderlich“, so der Bürgermeister. „In jedem Einzelfall müssen wir schauen, wie eine Erweiterung gelingen kann.“

Die gewählten politischen Vertreter gratulierten Thomas Stohldreier zum neuen Bürgermeisteramt.

Die gewählten politischen Vertreter gratulierten Thomas Stohldreier zum neuen Bürgermeisteramt. © Eva-Maria Spiller

Dieses Potenzial und die hohe Nachfrage müsse die Gemeinde auch gegenüber der Bezirksregierung darstellen. „Da sind wir anders aufgestellt als in anderen Orten“, so Stohldreier. Aus diesem Grund gebe es auch Verstärkung in der Verwaltung durch einen neuen Entwickler für Gewerbe- und Wohnungsgrundstücke. Später stimmten die Anwesenden dann auch für die Zusammenlegung des Haupt- und Finanz- sowie des Wirtschaftsförderungsausschusses (HFWA).

Gemeinde beschließt neuen Nachhaltigkeitsausschuss

Auch Digitalisierung sei Stohldreier ein Anliegen, so der Bürgermeister: „Wir müssen den Rückenwind nutzen aus der Vergangenheit. Wir waren die erste Gemeinde in ganz NRW mit Glasfaser im Innen- und Außenbereich. Das reicht aber nicht. Wir müssen den Impuls auch mit in die Zukunft nehmen.“

Ebenfall neu gebildet wurde der Nachhaltigkeits- und Mobilitätsausschuss: „Wir werden im nächsten Jahr hoffentlich wieder in Klimakonferenzen zusammensitzen“, so Stohldreier. Dort gelte es zu überlegen, wie man kleinere und größere Aktionen in diesem Zusammenhang hinbekommen könne. „Das soll politisch im Nachhaltigkeitsausschuss umgesetzt werden.“ Ihm gehe es darum, intensiv zu diskutieren, Perspektiven auszutauschen und sich „in der Sache teilweise hart zu streiten beziehungsweise zu debattieren“, sagte Stohldreier. „Wir sind die gewählten Vertreter unserer Gemeinde. Aber unterschiedliche Sichten sind gerade das, was Demokratie ausmacht, mit Respekt und Wertschätzung.“

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt