Der Impfstart in der Caritas-Tagespflege in Ascheberg wurde verschoben. Dennoch zeigt sich Einrichtungsleiterin Bianca Becks-Maier (hier auf einem Archivbild) zuversichtlich - auch wenn die psychische Belastung in der Einrichtung sehr hoch sei, wie sie sagt. © Andrea Wellerdiek (A)
Impfungen in Pflegeeinrichtung

„Belastung wird größer“: Caritas-Tagespflege in Ascheberg wartet auf Impfstart

Der Impfstart wurde auch in der Caritas-Tagespflege-Einrichtung in Ascheberg verschoben. Nach der Erleichterung folgt zunächst Enttäuschung. Denn in der Corona-Krise steigt die psychische Belastung.

Einbahnstraßen-System eingerichtet, Masken griffbereit, Personal informiert, Termine für Tagesgäste vereinbart: Bis ins kleinste Detail war man vorbereitet für den geplanten Impfstart am Freitag (31. Januar) in der Caritas-Tagespflege in Ascheberg. Doch wie in vielen anderen Pflegeeinrichtungen muss man auch hier umplanen, weil der Impfstart verschoben wurde.

Nun sollen die Tagesgäste und das Personal – es sind etwa 37 Personen – am 3. Februar die Impfungen bekommen. Die Möglichkeit der Impfung gilt dabei für alle Tagesgäste – egal, ob sie an einem oder an drei Tagen in der Woche in der Einrichtung sind.

„Alle machen mit. Alle Gäste möchten geimpft werden. Da mussten wir keine Überzeugungsarbeit leisten. Alle sind total glücklich und erleichtert über das Angebot“, erzählt Einrichtungsleiterin Bianca Becks-Maier. Entsprechend groß sei dann zunächst auch die Enttäuschung über den späteren Impftermin gewesen.

Denn die Impfung stellt sich für die Gäste und das Personal als einen Fortschritt in der fast ein Jahr andauernden Corona-Krise dar.

In der Caritas-Tagespflege in Herbern freut man sich auf Impfstart

Auch in der Tagespflege-Einrichtung der Caritas herrschen seit Beginn der Pandemie strikte Hygieneregeln. Dazu gehört auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Die Tagesgäste würden das sehr gut umsetzen. Bei Gästen mit eingeschränkter Wahrnehmung müsse man häufiger an das Tragen der Maske erinnern. „Aber dann setzen sie sie auch bereitwillig wieder auf“, erzählt die Einrichtungsleiterin. Das Pflegepersonal trägt generell FFP2-Masken, wenn ein Abstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann.

Insgesamt fiebert man dem Impfstart entgegen. Denn: „Die psychische Belastung wird größer“, sagt Becks-Maier. Die Tagesgäste, die daheim regelmäßig die Nachrichten rund um die Corona-Krise verfolgen, seien in Sorge. Und die Mitarbeiter seien trotz der angespannten Situation zwar motiviert, weiter durchzuhalten und Zuversicht auszustrahlen. „Aber so langsam gehen wir an unsere Grenzen. Wir wollen, dass es endlich vorbei ist“, sagt Bianca Becks-Maier.

Reduziertes Betreuungsangebot in der Krise

Zurzeit kann das Team aufgrund der Corona-Situation nur ein begrenztes Betreuungsangebot bieten. Beispielsweise eine Kreativwerkstatt zu Weihnachten gab es aber dennoch. „Wir tun alles, was dennoch möglich ist, um unseren Tagesgästen einen schönen Aufenthalt zu bieten und dass sie für ein paar Stunden nicht daran denken müssen, was da draußen passiert“, sagt die Einrichtungsleiterin, die seit dem 11. Januar 2021 nur 12 statt der 15 vorgesehenen Plätze in der Tagespflege anbieten kann.

Und zum Glück, so Bianca Becks-Maier weiter, sei man bislang noch gut durch die Krise gekommen und sei von Infektionen in der Einrichtung selbst verschont geblieben. Alle drei Tage lassen sich die Mitarbeiter auf das Coronavirus testen.

Mit der Impfung am 3. Februar soll die Gefahr vor Infektionen mit dem Coronavirus zusätzlich minimiert werden. Die Impfung übernehmen ein Arzt und zwei Arzthelferinnen aus der Gemeinschaftspraxis Dr. Fromme und Dr. Sonnek aus Ascheberg. Die Logistik, erzählt die Einrichtungsleiterin weiter, stellt das Team der Caritas-Tagespflege selbst.

Dazu gehört ein Einbahnstraßen-System. Die Tagesgäste werden demnach im Zehn-Minuten-Takt vom Eingang auf der Rückseite des Gebäudes bis zur Impfstelle begleitet. Danach bleiben sie auf einen Kaffee und ein paar Plätzchen für die vorgeschriebene Beobachtung 30 Minuten lang im Aufenthaltsraum.

Danach werden sie auf der anderen Seite der Einrichtung wieder zu ihren Angehörigen geleitet. Diese wurden über das Prozedere und die Termine vorab informiert. Die zweite Impfung soll drei Wochen nach dem ersten Termin erfolgen, erklärt Bianca Becks-Maier. So zumindest ist der jetzige Plan.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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