Die CDU in Ascheberg möchte durch zusätzliche Angebote die Eltern in der Gemeinde Ascheberg entlasten. © Standsome Worklifestyle/Unsplash

Auszeit für Eltern: CDU will Runden Tisch für Ascheberg ins Leben rufen

Die CDU in Ascheberg will die Eltern in der Gemeinde entlasten, indem sie noch mehr Angebote für die Kinderbetreuung schafft. Dafür soll ein Runder Tisch ins Leben gerufen werden.

Begrenzter Kitabetrieb, fehlender Kontakt zu Gleichaltrigen, belastete Eltern im Home Office: Die CDU in Ascheberg möchte einen Runden Tisch ins Leben rufen, an dem Ideen erarbeitet werden sollen, wie Eltern in der Gemeinde eine Auszeit verschafft werden kann, indem die Gemeinde Angebote für die Kinder schafft.

„Auch jetzt sehen sich viele Eltern durch die Mehrfachbelastung von Kinderbetreuung, Haushalt und Homeoffice wieder an ihre Leistungsgrenzen gebracht“, hieß es in einer Mitteilung im Vorfeld der vergangenen Jugendausschusssitzung am 3. Februar.

25.000 Euro im Haushalt für erweiterte Freizeitangebote

„Im letzten Jahr hatten wir schon so einen Runden Tisch, jetzt haben wir eine ziemlich ähnliche Situation“, führte Maximilian Sandhowe (CDU) in der Ausschusssitzung aus. Sein Vorschlag: den Runden Tisch „Betreuung und Freizeit für Kita- und Schulkinder“ wieder aufleben zu lassen. Je nach Infektionsgeschehen könne dies als Präsenzsitzung oder in virtueller Form stattfinden.

Gemeinsam solle zu den bestehenden Angeboten der Übermittagsbetreuungen und der OJA in den Ferien dieses Jahres ein erweitertes Programm angeboten werden. „Um Eltern zu entlasten und Kinder zu fördern, sollen dabei unter Nutzung vorhandener personeller und räumlicher Kapazitäten alle Spielräume, die die jeweils geltenden Infektionsschutzvorschriften eröffnen, genutzt werden.“

Dafür schlug Sandhowe vor, 25.000 Euro im Haushalt zu veranschlagen. Denn es fehlte nur an der konzeptionellen und geldlichen Voraussetzung für die Umsetzung. „Wir wollen alles in Bewegung setzen, damit die Kinder in dieser Zeit nicht auf der Strecke bleiben.“ Frank Hegemann von der CDU fragte allerdings vorab, wie viel Geld in 2020 tatsächlich ausgezahlt worden sei an die Kinder. Laut Gemeindeverwaltung seien es 9200 Euro gewesen – 5 Euro pro Kind und Tag für die Vereine. „Wie viel man davon jetzt benötigt, ist unklar“, erklärte Jürgen Stenkamp im Ausschuss. „Wir wissen noch nicht, was die Vereine anbieten können. Das muss auch coronakonform sein, dass muss die Zeit geben.“

„Alle Maßnahmen, die entlastend sein können, unterstützen“

Volker Müller-Middendorf von der UWG unterstützte den Vorstoß der CDU: „Die Situation kann ziemlich bedrückend sein. Wir sollten alle Maßnahmen, die entlastend sein können, unterstützen.“ Volker Brümmer von der SPD ergänzte: „Auch wir stehen dem Antrag positiv entgegen und würden ihn gern erweitern, um die Verbände zu stützen, dass eventuelle Stornogebühren von uns übernommen werden.“ Denn Vereine und Verbände seien immer mit dieser Frage konfrontiert gewesen, so Brümmer. Doch dies sei in 2020 bereits genauso gehandhabt worden, so Stenkamp. Am Ende stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig für den CDU-Antrag.

Über die Autorin
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Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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