Ausschuss stimmt für gemeinsame Gesamtschule

Nordkirchen-Ascheberg

"Wir haben für die Sicherung des Schulstandortes zu sorgen": Mit diesen Worten eröffnete Aschebergs stellvertretende Bürgermeisterin Maria Schulte-Loh (CDU) am Donnerstag im Schulausschuss die Diskussion über das Aus der Profilschule - die am Ende gar keine Diskussion war. Einstimmig sprach sich die Politik für eine gemeinsame Gesamtschule der Gemeinden Ascheberg und Nordkirchen aus.

ASCHEBERG

, 24.11.2016, 21:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Wir stehen an einem Punkt, der sicher nicht ganz leicht ist", sagte Maria Schulte-Loh am Donnerstagabend vor den anwesenden Fraktionsmitgliedern und einigen wenigen Eltern im Bürgerforum an der Dieningstraße.

Die CDU-Politikerin brachte auch Anfragen aus der Bürgerschaft mit in den Ausschuss, den Johannes Waldmann (SPD) als "historische Sitzung" bezeichnete: Wie konnte es so weit kommen? Warum geben wir der Profilschule nicht noch eine zweite Chance? Zumindest die Antwort auf letzteres habe die jüngst durchgeführte Elternbefragung gegeben, sagte Schulte-Loh. "Die meisten Eltern äußerten den Wunsch, dass ihre Kinder bis zum Abitur auf einer Schule bleiben können."

Sinnvolle Lösung

Zum Hintergrund: In ihrer Sitzungsvorlage für den Schulausschuss schlug die Gemeindeverwaltung der Politik in der vergangenen Woche vor, die Profilschule ab dem Schuljahr 2017/18 auslaufen zu lassen, und erläuterte gleichzeitig die Eckpunkte einer geplanten Schulpartnerschaft zwischen den Gemeinden Ascheberg und Nordkirchen.

Schulentwicklungsplaner Georg Heller machte im Ausschuss noch einmal klar, dass die Profilschule in den nächsten Jahren unter einer gesetzlichen Mindestgröße bei den Anmeldezahlen liegen würde, die Gesamtschule Nordkirchen auch jetzt schon von Pendlerbewegungen lebe. Eine Erweiterung um einen Teilstandort in Ascheberg erachte er als sinnvolle Lösung. "Anstelle von zwei 'schwachen' Schulen, gäbe es dann eine starke", sagte Heller.

Jetzt lesen

Ein Streitgespräch unter Politikern war es am Ende nicht. Sie hielten lange Beiträge und plädierten für eine Schule des gemeinsamen Lernens. "Das war und ist die Profilschule, das wird aber auch die Gesamtschule sein", sagte Johannes Waldmann. Auch Volker Müller-Middendorf von der UWG - selbst "Vater eines Profilschülers", wie er sagte - sprach sich für das Gesamtschulkonzept aus. "Das kann aber nur gelingen, wenn die Eltern diesen Weg mitgehen."

Einstimmig mit einer Enthaltung

Am Ende einer knapp 70-minütigen Sitzung stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig mit einer Enthaltung für einen gemeinsamen Schulentwicklungsplan beider Gemeinden, für die Erweiterung der Gesamtschule und letztlich auch für das Aus der Profilschule. Trotzdem, so Schulte-Loh: "Es war nichts umsonst."

Parallel zu der Sitzung in Ascheberg tagte auch der .  Das Ergebnis: Für den Beschluss eines gemeinsamen Schulentwicklungsplans stimmten alle Ausschussmitglieder mit "Ja" . Die endgültige Entscheidung liegt bei den Räten der Gemeinden Ascheberg und Nordkirchen. Beide Gremien tagen am Donnerstag, 8. Dezember.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt