Ascheberger Firma Wecon spendet für Integration

5000 Euro für Sprachkurse

Die Firma Wecon wurde im November mit dem Innovationspreis Münsterland ausgezeichnet. Die 5000 Euro Preisgeld spendete das Unternehmen jetzt der Gemeinde Ascheberg, um Sprachkurse für Asylsuchende zu ermöglichen. Auch an andere Betriebe in der Gemeinde hat der Geschäftsführer einen Aufruf.

ASCHEBERG

14.02.2016, 20:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ascheberger Firma Wecon spendet für Integration

Franz-Josef (3.v.r) und Hendrik (2.v.r) Hemker, Geschäftsleitung der Firma Wecon spendeten 5000 Euro an die Gemeinde für die Flüchtlingshilfe. Hannes Jung, Elias Safa, Lars Steinbring, Lokmann Hussein, Maria Schumacher, Dr. Bert Risthaus (v.l.) sowie Helmut Sunderhaus (r.) wollen diese Finanzspritze für die Sprachförderung von Flüchtlingen einsetzen.

„Integration kann nie einseitig passieren, das geht uns alle etwas an, habe ich gelernt“ - diese Erfahrung von Sozialarbeiter Hannes Jung teilen nicht nur die Verwaltung und die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in der Gemeinde Ascheberg. Auch Franz-Josef Hemker, Geschäftsführer der Firma Wecon GmbH, und sein Sohn Hendrik wollen sich der Verantwortung in der Flüchtlingskrise keineswegs entziehen.

Abbau der Sprachbarriere

„Wir wollen da ganz klar Position beziehen“, stellte Franz-Josef Hemker klar und ließ seinen Worten direkt Taten folgen. Denn Vater und Sohn spendeten das Preisgeld des mit 5000 Euro dotierten Innovationspreises, mit dem das Unternehmen ausgezeichnet wurde, an die Gemeinde Ascheberg. Das Geld soll zum Abbau der Sprachbarriere von Flüchtlingen dienen.

Denn das Erlernen der deutschen Sprache ist der erste Schritt zur Integration. Und eben diese will vor allem Bürgermeister Dr. Bert Risthaus mit seinen Mitstreitern vorantreiben. „Es ist ganz einfach; das Erlernen der deutschen Sprache ist für die Flüchtlinge nicht nur der erste Schritt zur Integration, es bedeutet für sie auch eine Investition in die Zukunft“, bedankte sich der erste Bürger bei der Familie Hemker für die großzügige Spende.

In die Zukunft reinvestiert

„Sie wurden gerade erst ausgezeichnet und haben das Geld gleich wieder in die Zukunft reinvestiert.“ Risthaus versprach, den Spendenwunsch zu 100 Prozent umzusetzen. So werden VHS-Kurse angeboten, des Weiteren sind 20 ehrenamtliche Sprachpaten im Einsatz, die Kurse unterschiedlicher Größen leiten.

Deutschkurse während des Asylverfahrens

Zur Sprachpatenförderung seien zudem Anleitungen und Materialien erforderlich, wie Maria Schumacher, Vorsitzende der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe St. Lambertus, deutlich machte. „Ziel ist es, alle Flüchtlinge in Sprachkursen unterzubringen, zumal ja neuerdings auch Deutschkurse für Leute im Asylverfahren möglich sind“, so Schumacher.

Praktika in Betrieben

Eine weitere Möglichkeit die deutsche Sprache zu erlernen, sind Praktika. Sowohl die Gemeinde, als auch die Firma Wecon sowie andere Betriebe in der Gemeinde haben diesen Weg bereits eingeschlagen. „Doch es könnten sich uns noch mehr Betriebe anschließen“, so Risthaus.

Hendrik Hemker schaute hinsichtlich des Fachkräftemangels dabei sogar über den lokalen Tellerrand. „Denn wenn wir Flüchtlingen die Möglichkeiten zur Ausbildung geben, können sie Wissen mitnehmen, was dann später auch global eingesetzt werden kann.“ 

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