Mitten in der Corona-Pandemie haben Cathrin und Thorsten Fischer ein Autohaus inklusive Werkstatt eröffnet. © Fischer
Nach Gehirntumor

Ascheberg: Branchenkenner eröffnet Autohaus mitten in Corona-Pandemie

Wo früher das Autohaus Hollenhorst war, ist jetzt Fischer Automobile. Mitten in der Corona-Pandemie hat sich das Ehepaar Fischer in Ascheberg selbstständig gemacht.

Schließungen, Kurzarbeit, fehlende Kunden: In der Corona-Pandemie stehen viele lokale Händler vor großen Problemen. Unter diesen Bedingungen ein Geschäft zu eröffnen, scheint waghalsig.

Thorsten Fischer hat es trotzdem gemacht. In der Davensberger Straße 11 in Ascheberg findet sich seit November 2020 Fischer Automobile. An dem Standort war vorher das VW-Autohaus Hollenhorst, das noch weitere Standorte in Münster-Hiltrup und Lüdinghausen hat.

Selbstständigkeit als Flucht nach vorne

Fischer kennt die Automobilbranche. „Ich war 15 Jahre lang bei Volkswagen und Mercedes als Verkäufer und Verkaufsleiter tätig“, sagt er. Bevor er sich selbstständig machte, musste er mit schwerer Krankheit kämpfen. Im Jahr 2015 bekam er die Diagnose Hirntumor, zusätzlich plagten ihn Probleme mit dem Bauch. „Es hat nicht so gut ausgesehen für mich. Aber am Ende habe ich alles gut überstanden. Dann haben meine Frau und ich uns selbstständig gemacht. Meine Frau hat mich immer unterstützt. Es war eine Flucht nach vorne“, blickt Thorsten Fischer zurück.

Das Autohaus von Thorsten Fischer ist dabei auf keinen Hersteller spezialisiert. „Es ist ein Mehrmarken-Gebrauchtwagenhandel. Außerdem haben wir mit OK-Car-Service einen starken Werkstatt-Partner“, führt er fort, „wir können fast alles und arbeiten nach Herstellervorgaben.“ Zusätzlich zu dem Ehepaar Fischer arbeiten drei andere Vollzeitkräfte in dem Autohaus.

Eröffnung mitten in der zweiten Corona-Welle

Seit November 2020 betreibt Fischer mit seiner Ehefrau Cathrin das Autohaus. Zeitlich also genau mit der zweiten Corona-Welle. „Die Situation ist für Kunden und den Vertrieb schwer. Der Bedarf an neuen Fahrzeugen ist geringer“, erklärt Fischer. Seit Mitte Dezember sei der Verkauf extrem eingeschränkt. Der Onlinehandel sei noch möglich, aber da werde im Gebrauchtwagensegment nicht viel gekauft.

„Der Verkauf hinkt hinterher. Aber das ist bei allen so. Im Neuwagenverkauf ist es vielleicht eine andere Geschichte. Mit Gebrauchtwagen ist es kein Vergleich. Ein Opel Corsa mit 30.000 Kilometern kann sich anders fahren als einer mit 32.000 Kilometern“, sagt Fischer. Gerade bei Gebrauchtwagen sei es wichtig, wenn die Kunden diesen in Person begutachten können.

Die Werkstatt jedoch gehört zum alltäglichen Bedarf und musste nicht schließen. Unter Hygienebedingungen darf sie geöffnet bleiben. Nichtsdestotrotz hofft Fischer auf baldige Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Trotz der schwierigen Situation sei das Ehepaar glücklich und stolz, in Ascheberg sein zu dürfen. Die beiden hoffen, den Kunden ein toller Partner seien zu können.

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