Klimaschutz in Ascheberg

Abschied vom Klimaschutzmanager: Bleibt der Klimaschutz in Ascheberg jetzt liegen?

In weniger als zwei Wochen scheidet der Klimaschutzmanager der Gemeinde Ascheberg aus dem Amt. Aber was wird dann aus dem Klimaschutz, bis es einen Nachfolger gibt?
Klimaschutzmanager Martin Wolf verlässt im Juni die Gemeinde Ascheberg. Besonders gerne blickt er auf das Ascheberger Klimaforum zurück. © Gemeinde Ascheberg (Archiv)

In der Gemeinde Ascheberg laufen derzeit die Bewerbungsgespräche zur Nachbesetzung der Stelle für den Klimaschutzmanager. Martin Wolf, der diese Stelle über vier Jahre inne hatte, wechselt zum 1. Juli 2021 in die Gemeinde Laer. Doch was wird bis dahin aus den Klimaschutzprojekten der Gemeinde Ascheberg? Brach liegen werde der Bereich nicht, versicherte Gemeindesprecherin Simone Böhnisch auf Nachfrage.

Gemeinde weist im Rat auf nicht-besetzte Stelle hin

Im Rat der Gemeinde am 15. Juni hatte es aber bereits Signale gegeben, dass einiges wohl doch erstmal liegen bleiben könnte. Hubertus Beckmann (parteilos) hatte sich bei der Verwaltung nach dem Stand des Projektes Öko-Modellregion erkundigt. Ziel dessen ist es, Klimaneutralität in der Landwirtschaft zu erzielen. Laut Klaus van Roje (Wirtschaftsförderung) habe man sich in der Vergangenheit damit beschäftigt, die Kontakte wegen nicht-vergleichbarer geologischer Umstände mit den Projektregionen dann aber wieder aufgegeben.

Van Roje wies daraufhin auf den fehlenden Klimaschutzmanager hin und dass man sich um Dinge wie Artenvielfalt wieder kümmere, wenn die Stelle wieder besetzt sei. Die Stelle sei laut Böhnisch zu sofort ausgeschrieben worden. Doch wann ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin dann tatsächlich anfangen könne: „Das hängt von den Kündigungsfristen des Bewerbers ab. Daher kann das bis zu einem halben Jahr dauern.“ Wie viele Personen sich auf die Stelle beworben haben, wollte die Gemeinde auf Nachfrage bisher nicht sagen.

Laut Helmut Sunderhaus, Fachbereichsleiter allgemeine Verwaltung, sei die neue Stelle nicht mehr explizit als Klimaschutzmanager ausgeschrieben worden, da die Gemeinde keine Fördergelder mehr dafür abrufe. Vielmehr werde nun ein Stadtplaner gesucht, dessen Aufgabe unter anderem der Klimaschutz sei. Dadurch verliere das Thema aber nicht an Stellenwert in der Verwaltung, das mittlerweile als Querschnitt in der gesamten Verwaltung behandelt werde. Darüber hinaus gebe es den neu gegründeten Nachhaltigkeits- und Mobilitätsausschuss. Zusätzlich werde der Aspekt Klimarelevanz in jeder Beschlussvorlage mitgedacht.

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