Dieser Abzweig an der Bakenfeld-Aruper Straße führte ursprünglich zur Wirtschaftswegebrücke. Doch vor fünf Jahren wurde diese Brücke abgerissen. © Thomas Peek
Wanderwege in Herbern

A5 Westerwinkel Herbern – Ein Rundwanderweg, den es nicht gibt

Der Rundwanderweg A5 durch Westerwinkel, Ichterloh und Bakenfeld führt über eine Bahnbrücke. Doch diese gibt es seit fünf Jahren nicht mehr. Bald löst sich das Rätsel um die Wegeführung.

Während die Herberner Rundwanderwege A1 bis A4 bereits vom Heimatverein überprüft und empfohlen wurden, steht man beim Versuch, den A5-Wegezeichen zu folgen, auf verlorenem Posten. Noch.

Der Anfang der Route ist noch vollständig und übersichtlich ausgeschildert. Von der Benediktus Kirche im Herzen Herberns geht es in Richtung weiße Pforte bei Westerwinkel, dort dann geradeaus am Golfplatz vorbei in den Wald. Die Abbiegung nach rechts ist ausgeschildert.

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Rundwanderweg A5 Herbern

Wenige Meter nach Verlassen des Waldes an der Kreuzung zur Bakenfeld-Aruper Straße ist das letzte Wegezeichen des A5 zu finden. Das Rätsel der Streckenführung nimmt Fahrt auf. Da keine weiteren Ausschilderungen vorhanden sind, passiert man den Bahnhof in Capelle und gelangt zur Einmündung der Straße „Beifang“. Doch hier sind nur die Nordkirchener Wanderwege ausgeschildert.

Route führt zur Brücke, die es nicht mehr gibt

Ein Blick auf die Wanderkarte verrät, dass der Weg über eine Wirtschaftswegebrücke zur Überquerung der Bahngleise nahe der Aruper Straße führt. Wer nun dieser Karte vertraut, wird allerdings vor einem abgesperrten Bereich und den Resten dieser Brücke stehen. Schließlich wurde sie bereits im Jahr 2016 abgerissen. Die alten Wegezeichen wurden in jener Zeit demontiert, eine alternative Route jedoch nicht ausgeschildert.

Nun ist Eigeninitiative gefragt. Die Idee: Wieder am Bahnhof vorbei, der Straße Beifang in Richtung Capelle folgen und an der Wegekapelle rechts auf die Ascheberger Straße abbiegen, welche etwas später auf Höhe des Landschaftsschutzgebietes Ichterloh in die Mühlenstraße übergeht. In Höhe der Hausnummer 15 ist an einem Baum endlich wieder A5 zu finden. Hinter einem Waldstück kommt es zur Überquerung der Bahngleise und des Teufelsbachs. Bald heißt es absteigen. Ein umgefallener Baum versperrt den Feldweg. Also geht es einmal drum herum.

Nach zwei Höfen führt die Strecke nun rechts auf den Himmelskampweg, auf dem Felder durchquert werden. Am Ende des Weges ist wieder keine Ausschilderung vorhanden. Es scheint jedoch links abzugehen, schließlich ist später noch ein Baum mit der A5-Markierung zu sehen. Dann verliert sich jedoch endgültig die Spur. Offensichtlich geht es jedoch wieder in Richtung Westerwinkel, um über den Golfplatz zurück zur weißen Pforte zu gelangen.

Die beschriebene Strecke beläuft sich auf mehr als 14 Kilometer. Es sind allerdings auch alternative Wegeführungen möglich. So kann beispielsweise im Wald mehr als ein Kilometer eingespart werden, in dem man sich im ersten Waldstück geradeaus hält, statt sich rechts zu halten. Zudem kann auch gleich hinter den Gleisen rechts abgebogen werden, statt dies erst an der Wegekapelle zu tun. So dürfte sogar noch etwas mehr erholsames Grün zu genießen sein.

Es ist im Grunde eine sehr schöne, oftmals bewaldete Strecke, doch die mangelhafte Wegeführung lässt besonders für ortsunkundige Wanderer kaum eine entspannte Tour zu.

Eine Beendigung dieser unglücklichen Situation ist jedoch schon in Arbeit. Wie das Ascheberg Marketing auf Nachfrage sagt, ist eine Überarbeitung des A5 bereits angelaufen. „Die Finanzierung ist gesichert, die Schilder bestellt, so dass in Kürze auch hier eine gute Orientierung gewährleistet ist. Gleiches gilt für den A8“, so Martin Bußkamp vom örtlichen Marketing.

Bald neue Wegezeichen und Karten für den A5

Margret und Hans-Ludwig Tyburzy sowie Josef Bernsmann kümmern sich als ehrenamtliche Wegewarte für den Heimatverein Herbern um die Pflege der Wanderwegebeschilderung in Herbern. Sich freuen sich darauf, bereits in wenigen Wochen eine runderneuerte Kartierung und Kennzeichnung des Weges präsentieren zu können. Eine Empfehlung hat Familie Tyburzy auch noch parat: „Den A5 empfehlen wir aufgrund von einigen schlecht befahrbaren Bereichen in Waldbereichen eher für eine Wanderung als für eine Radtour.“

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