Immer mehr Menschen haben zu Hause einen Notfall- und Impfpass, Medikamentenplan, eine Patientenverfügung und vieles mehr. Das wird in der sogenannten Notfalldose im Kühlschrank aufbewahrt. © picture alliance / Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Notfalldose in Ascheberg

500 SOS-Notfalldosen für Senioren in Ascheberg bald kostenfrei erhältlich

Die Gemeinde Ascheberg und der Seniorenbeirat haben die SOS-Notfalldose in der Gemeinde noch einmal neu aufgelegt. 500 Stück der Dosen sollen schon bald erhältlich sein.

Die Gemeinde Ascheberg bekommt noch einmal 500 SOS-Notfalldosen für Senioren in der Gemeinde. Das haben der Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss (HFWA) und der Seniorenbeirat der Gemeinde bereits im vergangenen Jahr verkündet. Nun ist auch klar, wann und zu welchen Konditionen es die Dosen geben wird.

„Wir hoffen, dass wir im Februar 500 Stück kostenlos an Seniorinnen und Senioren verteilen können“, teilt Miriam Lepper, Inklusionsbeauftragte der Gemeinde Ascheberg mit, die die zweite Auflage der Notfalldosen in Ascheberg gemeinsam mit dem Seniorenbeirat angestoßen hatte. Wo es die Dosen dann aber geben wird, lässt Lepper noch offen. „Für die Notfalldosen wird es verschiedene Ausgabestellen geben, die noch abgestimmt werden müssen. Darüber werden wir informieren, sobald die Notfalldosen abholbereit sind“

In der Dose, die im Kühlschrank für Rettungskräfte platziert wird, werden unter anderem Notfall- und Impfpass, Medikamentenplan und eine Patientenverfügung verstaut. Ein Sticker an der Wohnungstür weist die Retter schon vor Betreten der Wohnung auf die Notfalldose hin.

Eine weitere Auflage ist je nach Nachfrage möglich

Die Finanzierung der 500 Dosen teile sich die Gemeinde mit dem Seniorenbeirat. Die Kosten für die Zweitauflage belaufen sich auf 1100 Euro. „Gerade jetzt während der Corona-Pandemie möchten wir die älteren Menschen vor Ort bei der Gesundheitsvorsorge unterstützen“, so Lepper. „Wir haben vor zwei Jahren schon versucht, Notfalldosen zu verteilen, aber nicht alle erreicht“, sagt Karl-Heinz Bartsch vom Ascheberger Seniorenbeirat. 100 Stück sei die erste Auflage groß gewesen.

„Wir haben damals ein geringeres Budget gehabt und die Dosen auch durch einige Spenden finanziert.“ Damals sei die Nachfrage sehr gut gewesen, so Bartsch. Und zeitgleich waren die Dosen auch in Apotheken angeboten worden. „Wer seine medizinischen Daten zuhause in der Notfalldose aufbewahrt, kann im Rettungsfall schnell richtig versorgt werden. Dazu ist es wichtig, dass viele Menschen eine Notfalldose im Haus haben und die Daten darin aktuell halten“, so die Inklusionsbeauftragte. Wenn die Nachfrage groß sei, werde die Aktion möglicherweise noch einmal wiederholt.

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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