1001 Tempoverstöße in zehn Stunden: BMW-Fahrer rast mit 145 km/h über die B58 in Ascheberg

Geschwindigkeitskontrollen

1001 Tempoverstöße hat die Polizei innerhalb von zehn Stunden an der B58 in Ascheberg gezählt. Jeder Sechste war zu schnell, ein BMW-Fahrer ganz besonders. Der Lappen ist weg.

Ascheberg

, 29.04.2019 / Lesedauer: 2 min
1001 Tempoverstöße in zehn Stunden: BMW-Fahrer rast mit 145 km/h über die B58 in Ascheberg

Ein BMW-Fahrer aus Lüdinghausen war am Samstag mit 145 Stundenkilometern auf der B58 unterwegs. © Taneli Lahtinen (unsplash.com)

Zehn Stunden lang hat die Polizei am Samstag (27. April) an der B58 in Ascheberg, auf Höhe der ehemaligen Gaststätte Neue Mühle, das Tempo von Auto- und Motorradfahrern gemessen. Das traurige Ergebnis: 1001 Tempoverstöße. Kontrolliert wurde in beide Fahrtrichtungen.

„Höchstraser“ war ein BMW-Fahrer aus Lüdinghausen, der mit 145 km/h geblitzt wurde. Erlaubt sind an dieser Stelle 70 Stundenkilometer. Abzüglich Toleranz war der BMW-Fahrer doppelt so schnell unterwegs, wie eigentlich erlaubt.

Zwei Monate ohne Führerschein

Wie die Polizei mitteilt, macht ihn das für zwei Monate zum Fußgänger. Außerdem muss er ein Bußgeld in Höhe von 440 Euro zahlen und mit zwei Punkten in der Verkehrssünderdatei in Flensburg rechnen.

„Das ist schon überdurchschnittlich viel.“
Rolf Werenbeck-Ueding, Polizeisprecher

188 Verkehrsteilnehmer erwartet eine Ordnungswidrigkeitsanzeige, weil sie mit mehr als 90 km/h unterwegs waren. 813 Auto- und Motorradfahrer kommen mit einem Verwarnungsgeld davon.

Mehr als 6000 Fahrzeuge sind am Samstag an der ehemaligen Gaststätte vorbeigekommen. „Damit war jeder Sechste zu schnell unterwegs“, sagte am Montag (29. April) Polizeisprecher Rolf Werenbeck-Ueding.

Klar ist: Je mehr Autos auf einer Straße unterwegs sind, desto höher ist die Anzahl derer, die zu schnell fahren. 1001 Verstöße in zehn Stunden sei aber auch für die Kreispolizeibehörde Coesfeld „überdurchschnittlich viel“.

Kontrollmessung zu einem späteren Zeitpunkt

In absehbarer Zeit soll an der B58 eine Kontrollmessung durchgeführt werden, um zu überprüfen, ob es sich am Samstag um eine Momentaufnahme handelte oder die Tempoverstöße auf der Bundesstraße ein beständiges Problem sind.

„Es gab Fälle, da fuhr an dem einen Tag jeder 10. zu schnell und Tage später nur jeder 20.“, so Werenbeck-Ueding. Wie die Situation auf der B58 ist, wird sich zeigen.

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