Der SV Herbern kann den Sieg des Davertpokals dieses Jahr nicht verteidigen. © Johanna Wiening (A)
Fußball

Welche Regeländerung beim Davertpokal für mehr Tore gesorgt hat – und warum

Eigentlich hätte der SV Herbern Anfang Januar den Davertpokal 2021 ausgerichtet. Das soll 2022 nachgeholt werden. SVH-Organisator Dominik Reher sagt, welche Auflage ihm in Erinnerung bleibt.

Am kommenden Wochenende wäre es soweit gewesen: Der Davertpokal 2021 hätte stattgefunden. Der SV Herbern wäre diesmal der Ausrichter gewesen. Wie groß ist die Enttäuschung bei den Verantwortlichen, dass das Hallenfußball-Turnier dieses Jahr ausfallen muss?

„Ich bin nicht ganz so wehmütig. Das ist aktuell weit weg“, sagt Dominik Reher, Geschäftsführer der Fußballabteilung des SV Herbern. Das liege auch daran, dass die Entscheidung zur Absage bereits Mitte September getroffen wurde. „Es hätte auch keine Chance gegeben, es mit reduzierter Zuschauerzahl und ausreichenden Abständen auszurichten.“

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. „Konsequenterweise richten wir dann 2022 den Davertpokal aus.“ Im Wechsel mit Herbern veranstalten der TuS Ascheberg und Davaria Davensberg jedes Jahr das Turnier.

Die Planungen für die kommende Auflage haben laut Reher aber noch nicht begonnen. „Vor der Halle muss erstmal wieder der Outdoor-Fußball anfangen. Noch sind die Planungen ganz weit weg.“

Die Planung des Davertpokals beginnt im September

Allzu groß wäre der Aufwand auch nicht. „Wir richten ja alle drei Jahre aus. Die Unterlagen zur Planung liegen praktisch in der Schublade.“ Reher, der bereits bei den vom SVH ausgerichteten Auflagen 2015 und 2018 im Organisations-Team war, kümmert sich unter anderem um das Teilnehmerfeld. „Normalerweise werden im September, wenn die neue Saison angelaufen ist, die üblichen Verdächtigen angefragt.“

Aus Organisations-Sicht wäre für ihn das letzte Turnier, das die Herberner 2018 ausgerichtet haben, präsent. Wer gewinnt, sei ihm aus Ausrichtersicht egal, aber natürlich habe er sich auch über den Sieg seines Vereins im vergangenen Jahr gefreut.

Reher freut sich auch, dass eine gravierende Änderung des Turniers bei der 2015er Ausgabe positiv angenommen worden sei. Dort wurde das erste Mal mit den Futsal-Regeln und dem entsprechenden Ball gespielt.

„Die Umstellung war ein riesen Aufwand, aber hatte einen positiven Effekt. Im Schnitt fällt seitdem etwa ein Tor mehr pro Spiel. Allein in den vergangenen beiden Jahren ist die durchschnittliche Toranzahl von 6,74 auf 7,62 gestiegen. „Der Futsal kommt den technisch versierteren Spielern zugute“, vermutet Reher.

Besonders sei der die Ausgabe 2015 auch gewesen, weil eine Woche nach dem Davertpokal die letzte Hallen-Stadtmeisterschaft in Herbern stattfand. Das war das letzte Mal vor der Auflösung des Fußballkreises Lüdinghausen. „Es hat aber alles reibungslos geklappt“, erinnert er sich.

Hoffentlich kann das über den Davertpokal 2022 auch gesagt werden.

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Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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