Der Nutzen von Wirtschaftswegen ist auch in Heek längst multifunktional geworden. © Markus Gehring
Wirtschaftswegekonzept

Zukunftsinvestition: Konzept für Wirtschaftswege in finaler Phase

Einige Monate sind ins Land gezogen. Jetzt läuft die Auswertung. Es ist der Startschuss für die finale Phase der Konzepterstellung. Ein Konzept, von dem einmal alle Heeker profitieren sollen.

160 bis 170 Kilometer umfasst das Wirtschaftswegenetz in der Dinkelgemeinde. Längst rollen nicht mehr nur Trecker und Erntemaschinen darüber. Die Anforderungen sind multifunktional geworden. Naherholung und Tourismus partizipieren schon länger an den Wegen. Um allen Nutzformen gerecht zu werden, soll nachgebessert werden.

Zumindest an jenen Stellen, an denen es notwendig ist. Genau dafür gilt es aber erst einmal zu wissen, wie der Ist-Zustand überhaupt ist. Genau deshalb arbeitet die Gemeinde schon seit geraumer Zeit an einem sogenannten „ländlichen Wegekonzept“. Auf dessen Basis sollen zukünftige Investitionsentscheidungen getroffen werden.

Daten werden derzeit ausgewertet

„Wir werten derzeit die gesammelten Daten intern aus“, berichtet Bauamtsleiter Herbert Gausling auf Redaktionsanfrage. Wann genau diese Arbeiten abgeschlossen sind, ist noch nicht klar. Fakt ist aber, dass durch die Auswertung ein Soll-Konzept erarbeitet wird. Dieses soll laut Verwaltung im ersten Quartal 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert werden.

Möglicher Knackpunkt: Noch ist nicht absehbar, wie sich die Lage rund um die Corona-Pandemie entwickeln wird. Doch genau davon hängt ab, wie eine Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen kann. Mutmaßlich muss die Art und Weise kurzfristig entschieden werden. Davon ab ist der Plan, dass der Gemeinderat das Konzept noch in der ersten Jahreshälfte absegnen kann.

Gut 25.000 Euro soll das Konzept kosten

Doch wofür eigentlich der ganze Aufwand? Immerhin wurde für die Erhebung die Landwirtschaftskammer NRW beauftragt und die Kosten sollen sich am Ende auf 25.000 bis 27.000 Euro belaufen. Ganz einfach: Auf Basis dieses Konzepts ist es für die Gemeinde möglich, Fördergelder zu beantragen.

Zur Erklärung: Über das Förderprogramm „FöRL Wirtschaftswege“ ist es Kommunen bis 10.000 Einwohner möglich, für die Modernisierung ländlicher Infrastruktur, also auch der Sanierung von Wirtschaftswegen, Fördergelder vom Land zu bekommen.

Und das gar nicht mal so wenig. Je Vorhaben 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens 500.000 Euro oder bei Vorhaben gemäß regionaler Leader-Entwicklungsstrategie 70 Prozent. Doch um in den Genuss einer solchen Förderung zu kommen, bedarf es eines „Wirtschaftswegekonzeptes“. Absegnen muss das Konzept übrigens am Ende die Bezirksregierung Münster.

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